Banken-Chef: Martin Blessing: Herr zweier Banken

Banken-Chef
Martin Blessing: Herr zweier Banken

Commerzbank-Chef Blessing führt ab sofort auch die Dresdner Bank. Im Zuge der Übernahme der bisherigen Allianz-Tochter berief der Dresdner-Aufsichtsrat den 45-Jährigen am Montag mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank.

HB FRANKFURT. Das teilte die Commerzbank in Frankfurt mit. Damit endete zugleich die Amtszeit von Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter (55), der sich ganz aus dem Institut verabschiedet. Die beiden Großbanken sollen in diesem März endgültig miteinander verschmolzen werden.

Beim ersten Versuch, die Personalien zu regeln, hatte es kurz vor Weihnachten laut Medienberichten Widerstand von Arbeitnehmervertretern im Dresdner-Aufsichtsrat gegeben. Walter, der die Dresdner Bank seit 2003 führte und zunächst als Marketing- Vorstand des neuen Instituts vorgesehen war, hatte kurz zuvor seinen Verzicht auf diesen Posten angekündigt.

Die Commerzbank hatte das riskante Geschäft, das mitten in der Finanzkrise eingefädelt worden war, wiederholt verteidigt. Der Dax-Konzern, der nach staatlicher Milliardenhilfe inzwischen zu einem Viertel dem Bund gehört, zahlt für die Tochter des Versicherers Allianz gut fünf Milliarden Euro. In einer am Montag im Internet veröffentlichten Präsentation bekräftigte die zweitgrößte deutsche Bank, die Übernahme berge ein Synergiepotenzial von fünf Milliarden Euro bis Ende 2010.

Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz erwartet laut der Präsentation in diesem Jahr allerdings ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld. Auch das Ergebnis des vierten Quartals 2008 werde von den Turbulenzen an den Finanzmärkten geprägt sein. Die Deutsche Bank hatte in der vergangenen Woche einen Milliardenverlust für das Schlussquartal 2008 bekanntgegeben.

Der Dresdner-Aufsichtsrat ernannte wie erwartet zudem die Commerzbank-Vorstände Markus Beumer (Firmenkunden) und Achim Kassow (Privatkunden) zu Mitgliedern des Dresdner-Vorstands. Der bisherige Finanzvorstand der Dresdner Bank, Klaus Rosenfeld, werde mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2008 der Dresdner Bank aus dem Gremium ausscheiden, spätestens aber zum 31. März 2009.

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