Banken
Commerzbank-Chef Blessing wird befördert

Am Donnerstag trifft sich der Aufsichtsrat der Commerzbank zu einer außerordentlichen Sitzung. Dabei geht es auch um die Zukunft von Vorstands-Sprecher Martin Blessing. Der stand zuletzt ja durchaus unter Druck. Laut Handelsblatt-Informationen stärken ihm die Aufseher nun den Rücken: Blessing wird befördert.

hgn/yo/saf FRANKFURT. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt kann Commerzbank-Chef Martin Blessing mit einer Aufwertung seiner Rolle rechnen. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, will das Institut den 45-Jährigen zum „Vorstandsvorsitzenden“ ernennen. Bisher war Blessing als „Vorstandssprecher“ lediglich Primus inter Pares im Vorstand.

Der Aufsichtsrat könnte bereits am Donnerstag zustimmen. Spätestens zur Hauptversammlung am 15. Mai solle das Kontrollgremium grünes Licht für den neuen Titel geben. Deutschlands zweitgrößte Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Die Commerzbank folgt damit internationalen Gepflogenheiten: Von den 30 DAX-Unternehmen hierzulande nutzt lediglich noch die Softwareschmiede SAP die Bezeichnung „Vorstandssprecher“.

Schon unter Blessings Vorgänger Klaus-Peter Müller war ein solcher Schritt diskutiert worden, weshalb im Umfeld der Bank davor gewarnt wird, dem neuen Titel eine zu hohe Symbolkraft beizumessen. Vor gut drei Jahren hatte die Deutsche Bank auf die gleiche Weise Josef Ackermann aufgewertet, der damals wegen des Mannesmann-Prozesses massiv unter Druck stand.

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