Banken
Haasis schon zum 30. April 2006 neuer Sparkassen-Präsident

Der Führungswechsel beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (Dsgv) kommt früher als geplant. Vizepräsident Heinrich Haasis soll nun bereits zum 30. April des nächsten Jahres das Amt des Dsgv-Präsidenten übernehmen, damit fünf Monate früher als bisher vorgesehen.

dpa BERLIN. Der Führungswechsel beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (Dsgv) kommt früher als geplant. Vizepräsident Heinrich Haasis soll nun bereits zum 30. April des nächsten Jahres das Amt des Dsgv-Präsidenten übernehmen, damit fünf Monate früher als bisher vorgesehen.

Der jetzige Sparkassenpräsident von Baden-Württemberg löst Dietrich H. Hoppenstedt ab, der dann siebeneinhalb Jahre an der Spitze der Sparkassen-Finanzgruppe stand. Hoppenstedts Amtszeit wäre eigentlich zum 30. September nächsten Jahres ausgelaufen. „Mit der frühzeitigen Wahl eines Nachfolgers vor dem Ablauf meines eigenen Vertrages sollte rechtzeitig Klarheit geschaffen werden“, sagte Hoppenstedt der dpa.

„Um jetzt den neuen Dsgv-Präsidenten so schnell wie irgend möglich in eine starke handelnde Position zu bringen, habe ich mich entschlossen, das Amt bereits am 30. April nächsten Jahres an den neu gewählten Präsidenten zu übergeben.“ Damit solle ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden. Die Sparkassen-Finanzgruppe brauche in jeder Phase einen starken Dsgv-Präsidenten, sagte Hoppenstedt.

Die Dsgv-Mitgliederversammlung hatte Haasis, der der einzige Kandidat war, einstimmig zum neuen Dsgv-Präsidenten gewählt. Hoppenstedt hatte erst kürzlich versucht, die zerstrittene Sparkassen-Gruppe auf gemeinsamen Kurs zu bringen und einen Zerfall des Finanzverbundes zu verhindern. Zu den Problemen gehört aber unter anderem weiter die hohe Zahl der Landesbanken sowie die Abgrenzung des Geschäfts zwischen Landesbanken und Sparkassen.

Ein monatelanger Übergangsprozess an der Dsgv-Spitze sollte daher vermieden werden. Der Sparkassen-Verbund ist mit einem Geschäftsvolumen von 3 200 Mrd. Euro nach eigenen Angaben größte Bankengruppe der Welt. Zu ihm gehören Sparkassen und Landesbanken, der Fondsanbieter Deka, Landesbausparkassen sowie Versicherer.

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