BayernLB
Aufsichtsratschef Häusler zieht sich zurück

Den Abschluss der „Wiedergenesung der BayernLB“ nimmt Aufsichtsratschef Gerd Häusler zum Anlass, sein Ausscheiden aus der Landesbank zu verkünden. Der einstige Vorstandschef war fast neun Jahre für das Geldhaus tätig.
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FrankfurtBayernLB-Aufsichtsratschef Gerd Häusler verlässt die zweitgrößte deutsche Landesbank im kommenden Jahr. Er habe den Aufsichtsrat informiert, für eine Wiederwahl in das Kontrollgremium nach Ablauf seines Mandats im April 2018 nicht zur Verfügung zu stehen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Der 66-Jährige wolle sich nach insgesamt fast neun Jahren in verschiedenen Funktionen der Bank anderen Aufgaben widmen. Häusler ist seit 2014 Aufsichtsratschef, davor war er von 2010 bis 2014 Vorstandschef.

„Es war mir eine Ehre und Verpflichtung, gemeinsam mit zahlreichen Kollegen und Mitarbeitern über so viele Jahre hinweg an der Restrukturierung und Wiedergenesung der BayernLB tatkräftig mitgewirkt zu haben“, sagte Häusler. Die Bank hatte sich Anfang des Jahrtausends mit US-Wertpapieren und der Übernahme der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria verhoben. Vor neun Jahren musste sie mit milliardenschweren Staatshilfen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Seitdem ist sie geschrumpft, riskante Wertpapiere wurden abgebaut und Beteiligungen wie die Wohnungstochter GBW verkauft.

Als Ausgleich für die Staatshilfen hatte die EU das Institut dazu verdonnert, bis 2019 knapp fünf Milliarden Euro an seinen Mehrheitseigner Bayern zurückzuzahlen. Die letzte Rate überwies die Bank vorzeitig im Sommer. Einschließlich Gebühren erhielt der Freistaat nun insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Das Land, das insgesamt zehn Milliarden Euro für die Rettung aufgewendet hat, will langfristig mit Dividenden der Bank auch den Rest des Geldes wieder hereinbekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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