BayernLB-Chef
Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Häusler

Der scheidende BayernLB-Chef Gerd Häusler soll in einem Zivilprozess vor dem Handelsgericht Wien falsche Angaben gemacht haben. Deswegen hat die Staatsanwaltschaft Wien jetzt ein Verfahren eingeleitet.
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München/ WienDie Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den scheidenden BayernLB-Chef Gerd Häusler. Die Behörde geht nach einem Hinweis dem Verdacht nach, Häusler habe in einem Zivilprozess vor dem Handelsgericht Wien falsche Angaben gemacht, wie „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Münchner Merkur“ und „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag) berichten. Die Bank bestätigte auf Anfrage das Verfahren und wies die erhobenen Vorwürfe scharf zurück.

In dem bereits seit drei Jahren dauernden Prozess klagt die BayernLB in Wien gegen die Mitarbeiterstiftung der früheren Landesbanktochter HGAA (MAPS) wegen arglistiger Täuschung auf Schadenersatz und Rückabwicklung des Erwerbs der HGAA 2007.

Der Hinweis, auf den die Ermittlungen der Wiener Staatsanwaltschaft zurückgehen, stammt von Malte Berlin, Bruder und Verteidiger des seinerzeitigen HGAA-Vorstandsvorsitzenden Tilo Berlin.

„Die von Herrn Berlin erhobenen Vorwürfe sind abwegig und entbehren jeglicher Grundlage“, sagte ein Sprecher der Bank. „Vielmehr hat Gerd Häusler in seiner Aussage vor dem Handelsgericht Wien die Lage der HGAA gegen Ende 2009 unter Verwendung von Zahlen und offiziellen Angaben der HGAA in vollem Umfang korrekt und zutreffend geschildert.“ Häusler hatte im Juli in dem Verfahren ausgesagt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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