BBDO Germany
Hildmann stärkt Markenführung von BBDO

Die ersten 100 Tage sind noch nicht vorbei – und Anton Hildmann nimmt bereits erste strategische Korrekturen vor: Der neue CEO von Deutschlands größtem Werbenetzwerk BBDO Germany will künftig stärker auf Markenführung setzen.

DÜSSELDORF. Es sei auffällig, wie austauschbar das Markenbild vieler Produkte heutzutage sei, sagt BBDO-Chef Anton Hildmann. „Wir müssen den Fokus wieder auf das Thema Marke legen und nicht so sehr auf einzelne Kommunikationskanäle.“ Den Internet-Enthusiasmus vieler Werberkollegen hält er für übertrieben: „Die Beherrschung des Internets sichert mir noch lange nicht eine starke Marke.“

Der 66-jährige Hildmann wurde im Februar von der US-Holding Omnicom an die Spitze der deutschen BBDO-Gruppe geschickt, um, wie er damals sagte, das Unternehmen „wieder auf das rechte Gleis zurückzuführen“. Zuvor hatten seine Vorgänger beinahe im Zweijahrestakt ihren Posten wieder geräumt. Hildmann weiß, worauf er sich eingelassen hat – von 1990 bis 1999 war er schon einmal Chef der Agenturgruppe und lotste sie seinerzeit mit Hilfe von Zukäufen und Neugründungen an die Spitze der deutschen Werbelandschaft. Als er ging, zählten mehr als 30 Agenturen zum BBDO-Netzwerk.

Diese Spitzenposition hat BBDO auch heute noch inne. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz der Agentur um sieben Prozent zu. Mit dieser Entwicklung liegt die Agentur nur leicht unter dem Durchschnittswert (7,3 Prozent) der GWA-Agenturen, den der Verband der Kommunikationsagenturen jüngst ermittelt hat. Absolute Zahlen nennt BBDO Germany – mit Verweis auf die Vorgaben der Muttergesellschaft Omnicom – seit 2002 nicht mehr.

Wachstumstreiber innerhalb des BBDO-Netzwerks waren im vergangenen Jahr die Agenturen Interone Worldwide und Proximity, die unter anderem Online-Kampagnen konzipieren, die Mediaagentur OMD, die PR-Agentur Pleon sowie die Vertriebstochter Sellbytel. An Bedeutung verloren haben hingegen die neun klassischen Werbeagenturen, die sich vor allem Markenführung auf die Fahnen geschrieben haben.

Kritiker bemängeln, das gewaltige BBDO-Netzwerk, in dem insgesamt mehr als 4 900 Mitarbeiter tätig sind, leide unter Integrationsproblemen – starke Regionalmanager würden das gemeinsame Arbeiten unter einem Dach unmöglich machen. Hildmann hält dagegen: „Alles Neid und Missgunst.“ Tatsächlich sei die hohe unternehmerische Freiheit schon immer Teil der BBDO-Unternehmenskultur gewesen. „In dem Moment, wo man alle zusammenpackt, würde die Qualität nach unten abfallen“, ist er überzeugt. Er setzt auf „kollegiale Konkurrenz“.

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