Bedingungslose Treue des Beta-Männchens
Der wahre Chef gibt den Good-Guy

Der Leitwolf und sein Beta-Männchen setzen im Zusammenspiel in der Herde die Disziplin durch. Doch wer folgt beim Ausscheiden des Leitwolfs?

In Wolfsrudeln wird nicht über Hierarchieabbau herumdiskutiert. Da sind die Dinge klar: An der Spitze steht der Leitwolf und die von ihm erwählte Wölfin. Auf Ebene des Direktoriums - gewissermaßen – steht das Beta-Männchen. Und dann ist auch schon Schluss mit den Orden- und Ehrenträgern: Dahinter folgt nur noch – mit deutlichem Abstand – der Rest des Rudels.

Bemerkenswert ist die Arbeitsteilung zwischen dem Leitwolf und seinem Beta-Männchen. Auf den ersten Blick könnte das Beta-Männchen leicht für den Chef gehalten werden: Streng achtet es auf die Disziplin in der Truppe, weist Rudel-Mitglieder, wenn sie Spielregeln missachten, rüde und autoritär zurecht, knurrt sie an, fletscht die Zähne und besteht auf Gehorsam.

Der wahre Chef hingegen, der Leitwolf, hat die Rolle des Good-Guy: Er übernimmt die Verantwortung für das Überleben des Rudels, zieht im Winter, wenn die Nahrung knapp wird, los und sucht nach Beute. Wenn Gefahr droht, führt er den Kampf gegen den Widersacher an - und lässt dabei bisweilen sein Leben. Sein aufopferungsvoller Kampf wird ihm gedankt mit der Loyalität des Rudels. Ihm gegenüber tritt der Leitwolf freundlich und konstruktiv auf. Seine Taktik heißt Deeskalation: Geraten zwei Rudeltiere in Streit miteinander, so schreitet der Leitwolf ein, indem er den Stärkeren zum Spiel auffordert. Der fühlt sich geschmeichelt - und das Problem löst sich in Wohlgefallen auf. Was wird nun aus dem Beta-Männchen, wenn der Leitwolf stirbt? Steigt er auf in der Hierarchie, wird zum Chef?

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