Bei Sturz und Verletzung haftet Träger nicht in jedem Fall
Keine Sitzplatz-Garantie im Schulbus

Die verantwortlichen Träger von Schülertransporten müssen nicht für jedes Kind einen Sitzplatz garantieren und dann bei Verletzungen durch Stürze haften.

Ein unerwartetes Hindernis zwang den Fahrer eines Schulbusses zur Vollbremsung. Eine neunjährige Grundschülerin, die keinen Sitzplatz mehr ergattert hatte, stürzte und zog sich Prellungen sowie Verletzungen an Mund und Zähnen zu. Die Eltern des Mädchens verlangten daraufhin im Namen der Tochter 2000 Euro Schmerzensgeld vom für die Schülertransporte zuständigen Landkreis Diepholz (Niedersachsen). Um gefahrlose Schulfahrten zu gewährleisten, müsse der Kreis zumindest Grundschülern einen Sitzplatz garantieren, so die besorgten Eltern.

Das Landgericht Verden war jedoch anderer Meinung (7 O 167/05). Da eine Sitzplatzgarantie mit hohem Personalaufwand verbunden wäre, sei sie dem Kreis nicht zuzumuten. Zudem gebe es laut Statistik bei Schülertransporten keine besonders hohe Unfallzahl.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 38 vom 15.09.2005 Seite 124

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