Beide Konzerne bekommen neuen Aufsichtsratschef
Tui und RWE suchen Neuber-Nachfolger

Nach dem überraschenden Tod des früheren WestLB-Chefs Friedel Neuber bekommen der Essener Energiekonzern RWE und der Touristikanbieter Tui mit Sitz in Hannover einen neuen Aufsichtsratschef. Neuber war am Wochenende im Alter von 69 Jahren an Herzversagen gestorben. Er war bei beiden Unternehmen Chef des jeweiligen Kontrollgremiums.

mjh DÜSSELDORF. Der Aufsichtsrat der Tui wird voraussichtlich bei seiner nächsten Sitzung Anfang November einen Nachfolger für Neuber bestimmen, sagte ein Sprecher von Tui. Am 11. November wird der Touristikkonzern seine Neunmonatszahlen präsentieren. Der Aufsichtsrat kommt dem Vernehmen nach einen Tag vorher zusammen. Eine Sprecherin des RWE-Konzerns sagte, der Zeitpunkt für die Wahl eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden stehe noch nicht fest.

Die RWE-Satzung schreibt allerdings für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens des Aufsichtsratsvorsitzenden vor, dass auf Antrag jedes Aufsichtsratsmitglieds die Neuwahl des Vorsitzenden „vor anderen Beschlüssen des Aufsichtsrates in einer unverzüglich abzuhaltenden Aufsichtsratssitzung zu erfolgen hat“. Bei RWE und Tui wählt der Aufsichtsrat den neuen Vorsitzenden satzungsgemäß aus seiner Mitte. Die Arbeitnehmervertreter sind bei der Wahl stimmberechtigt.

In vielen deutschen Konzernen ist ein Vertreter des Großaktionärs Aufsichtsratsvorsitzender. Größter Anteilseigner der Tui ist die WestLB mit einem Anteil von 31 Prozent. Bei RWE halten die kommunalen RWE-Aktionäre 35 Prozent.

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