Beratungspauschale verboten
Anwalt darf nicht für 20 Euro helfen

Einen besonderen Service für ihre Kunden wollte eine Anwaltskanzlei ihren Kunden bieten: Eine Kurzberatung ohne Termin für pauschal 20 Euro. Doch damit war das Landgericht Ravensburg gar nicht einverstanden und hat der Kanzlei die Werbung mit der Beratungspauschale verboten.

HB BERLIN. In der Anzeige hatten die Anwälte angekündigt: "Als besondere Dienstleistung bieten wir ab dem 1.7.2006 jeweils mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich ohne vorherige Terminabsprache von uns in allen Angelegenheiten beraten zu lassen. Die Kosten für eine solche Beratung betragen für Verbraucher 20 Euro inkl. MwSt."

Darin liege eine unzulässige Gebührenunterschreitung, wetterten die Richter. Es bestehe die Gefahr, dass die Anwälte anfragende Mandanten im Rahmen einer kurz gehaltenen Beratung dazu bewegen, mit ihrem Rechtsstreit vor ein Gericht zu ziehen, um damit später höhere Gebühren zu kassieren.

Az.: 8 O 89/06 KfH 2

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