Bereits vierter Wechsel im Vorstand in 2004
Opel verliert Vertriebschef Burkart

Angeblich hat Opel-Vertriebschef Uhland Burkart seinen Rücktritt eingereicht. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die künftige Vertriebspolitik des Autobauers.

HB RÜSSELSHEIM. Wegen unterschiedlicher Auffassungen über die künftige Vertriebspolitik habe Vorstand Uhland Burkart (53) seinen Rücktritt eingereicht, berichtete das Wirtschaftsmagazins „Capital“. Burkart habe den Rückhalt des derzeitigen Aufsichtsratschef und früheren Opel-Chefs Carl-Peter Forster verloren. Opel wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. „Personalspekulationen kommentieren wir nicht“, sagte ein Sprecher in Rüsselsheim.

Der Opel-Aufsichtsrat werde am morgigen Dienstag über das Gesuch entscheiden, berichtet „Capital“. Die Arbeitnehmer-Seite habe angekündigt, der Personalie ihre Zustimmung zu verweigern. Ein Nachfolger werde erst in einigen Wochen bestellt. Der Aufsichtsrat hatte erst im Mai auf Vorschlag Forsters, der inzwischen das Europageschäft der Muttergesellschaft General Motors leitet, Burkarts Vertrag um drei Jahre verlängert.

Der Vertriebschef war ebenso wie Forster von BMW zu Opel gewechselt und hatte im November 2001 seinen Posten angetreten. Umstritten war Burkarts Entscheidung, das Händlernetz in Deutschland von 2300 auf 1800 Verkaufsstellen zu kürzen und den Händlern die Mindestmarge von 15 auf 7,5 bis 9 Prozent zu streichen.

Vor Burkart haben in diesem Jahr bereits drei Mitglieder den Vorstand verlassen. Produktionsvorstand Ditmar Porth ging in Ruhestand, Marketingvorstand Alain Uyttenhoven wechselte zu Toyota, und der Vertrag von Kommunikationschefin Klaudia Martini wurde nicht verlängert.

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