Berlusconi-Familie
Im Namen der Familie

Mit verträumtem Blick schaut sie in die Kamera, auf dem Schoß ihren jüngsten Sohn Silvio, während der fast dreijährige Gabriele beim Papa Platz nimmt. Für die exklusive Fotoserie in der Klatschzeitschrift „Chi“ hat sich die sonst so öffentlichkeitsscheue Marina Berlusconi, die älteste Tochter des italienischen Regierungschefs und Medienunternehmers Silvio Berlusconi, als liebende Mutter im Kreise ihrer Familie ablichten lassen.

MAILAND. Als Managerin ist die 39-Jährige, die im Oktober zur Präsidentin der einflussreichsten italienischen Finanzholding Fininvest aufgestiegen ist, jedoch alles andere als verträumt. Sie kontrolliert seit Oktober die Schaltstelle des gesamten Berlusconi-Imperiums, zu dem außer dem Mondadori-Verlag, Herausgeber der Zeitschrift „Chi“, auch die Fernsehgruppe Mediaset, die Filmproduktion Medusa, der Fußballverein AC Milan und die Finanzgruppe Mediolanum gehören.

Seiner ältesten Tochter aus erster Ehe hat der reichste Italiener, Silvio Berlusconi, die Geschicke seines Imperiums anvertraut. Ihr 36-jähriger Bruder Piersilvio dagegen bleibt als Vizepräsident bei Mediaset weiterhin für die Programmgestaltung verantwortlich.

Marina Berlusconi gilt als durchsetzungsstarke Führungspersönlichkeit, die sich bei den Mitarbeitern schon den Namen „die Zarin“ eingehandelt hat. „Ich würde mich nicht trauen, sie um eine Gehaltserhöhung zu bitten“, witzelte einmal der Familienfreund und Fernsehjournalist Emilio Fede über sie.

Dass die Studienabbrecherin, Jura und Politikwissenschaften, nicht nur Firmenchefin von Vaters Gnaden ist, zu dem sie ein ausgezeichnetes Verhältnis pflegt, zeigte sie in der Vergangenheit gleich mehrfach. Vor allem, als sie den Deal zwischen Silvio Berlusconi und dem australisch-amerikanischen Medienunternehmer Rupert Murdoch platzen ließ. Der Italiener stand kurz davor, die Privatfernsehkanäle Italia Uno, Rete Quattro und Canale 5 zu verkaufen. Doch die Tochter lehnte das Angebot über mehr als drei Milliarden Dollar im Namen der fünf Berlusconi-Kinder ab – und ließ Murdoch ausrichten, es sei „viel schöner“, das Fernsehgeschäft als Familiensache zu führen.

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