Bestechlichkeit und Untreue
Ehemalige EADS-Manager wegen Korruption vor Gericht

Die Angeklagten im Alter zwischen 55 und 63 Jahren haben zugegeben, Ende der 90er Jahre Fremdfirmen gegen insgesamt siebenstellige Schmiergelder Aufträge bei der Digitalisierung technischer Handbücher unter anderem für das Kampfflugzeug Tornado zugeschanzt zu haben.

HB MÜNCHEN. Gegen einen mitbeschuldigten Subunternehmer ist das Verfahren zum Prozessauftakt abgetrennt worden. Der 51-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Sein Mitgesellschafter war der frühere stellvertretende Vorsitzende der Thüringer FDP, Percy Wesselly. Auf den 49-jährigen Politiker kommt gleichfalls ein Prozess zu.

Ein Ex-Manager von EADS und ein Subunternehmer waren bereits im ersten Prozess um die Korruptionsaffäre im Juni 2006 zu Strafen von drei Jahren und vier Monaten beziehungsweise zwei Jahren und elf Monaten verurteilt worden.

Die Firmen des FDP-Politikers und des bereits verurteilten Subunternehmers haben von 2000 bis 2003 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 22 Millionen Euro bekommen. Sie haben laut Anklage die dafür gezahlten Bestechungsgelder zum großen Teil in die Kalkulationen aufgenommen. Dadurch ist dem EADS-Konzern der Staatsanwaltschaft zufolge ein Schaden von gut zwei Millionen Euro entstanden.

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