Bestechungsskandal mit Folgen
20 Millionen Kronen Bußgeld für Statoil

Norwegens Energienkonzern Statoil muß nach einem Korruptionsskandal rund 2,4 Millionen Euro Bußgeld zahlen, das entscheid die Wirtschaftskripo des Landes. Hintergrund der Strafe ist die aktive Bestechung bei einem Iran-Geschäft im Jahre 2002. Statoil hatte nach Zahlung der Schmiergelder die Konzession für den Ausbau eines Gasfeldes durch die iranische Regierung erhalten.

HB OSLO. Norwegens Wirtschaftskripo hat gegen den Energiekonzern Statoil ein Bußgeld von 20 Millionen Kronen (2,4 Mill. Euro) wegen aktiver Bestechung bei einem Iran-Geschäft vor zwei Jahren verhängt. Wie die Behörde am Dienstag in Oslo weiter mitteilte, muss das frühere Statoil-Vorstandsmitglied Richard Hubbard zusätzlich 200 000 Kronen zahlen. Vom Korruptionsvorwurf freigesprochen wurde der wegen der Affäre zurückgetretene Ex-Konzernchef Olav Fjell. Die Justizbehörden verzichten auf die Einleitung von Strafverfahren.

Statoil hatte vor zwei Jahren 115 Millionen Kronen an die britische Gesellschaft Horton Investments überwiesen, von denen mindestens 40 Millionen Kronen in die Tasche eines Sohnes des früheren iranischen Präsidenten Rafsandschani flossen. Sie waren schon nach internen Untersuchungen im staatlichen Statoil - Konzern selbst als nicht zulässige Zahlungen eingestuft worden. Wenige Monate nach Vertragsabschluss mit Horton hatte Statoil die Konzession für den Ausbau eines Gasfeldes durch die iranische Regierung erhalten.

Das Unternehmen kündigte genaue rechtliche Prüfungen des Bußgeldbescheides vor einem möglichen Einspruch an. Der zuständige Anwalt des früher für Auslandsgeschäfte zuständigen Statoil-Vorstands Hubbard erklärte, er rechne mit einem Einspruch seines Mandanten sowie einem darauf folgenden Gerichtsverfahren. Statoil hatte 2003 einen Umsatz von 249 Milliarden Kronen und einen Nettogewinn von 16,6 Milliarden Kronen erzielt.

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