Beteiligungsgesellschaften
Arques-Chef Löw macht Kasse und geht

Der Vorstandschef von Arques Industries, Peter Löw, verlässt überraschend die Starnberger Beteiligungsgesellschaft und hat vorher noch Kasse gemacht. Da er einen Gutteil der Firmenanteile hielt, fällt Löw bei seinem Rückzug ins Private außerordentlich weich.



HB STARNBERG. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hat Peter Löw den größten Teil seines Aktienpaketes von gut 14 Prozent der Firmenanteile für rund 53 Millionen Euro am 23. Februar verkauft. Nachfolger von Löw, der sich ins Privatleben zurückziehen wolle, werde ab Anfang Mai Finanzvorstand Martin Vorderwülbecke. Damit sei die Kontinuität in der Führung und bei der Strategie gewährleistet, hieß es. Vorderwülbecke sitzt seit Juli 2004 im Vorstand von Arques und war vorher im Aufsichtsrat.

Über eine Investmentbank seien aus Löws Besitz drei Millionen Aktien außerbörslich zu einem Preis von je 17,64 Euro platziert worden. Käufer waren institutionelle Investoren aus Deutschland und dem angelsächsischen Raum.

Die Geschäftsprognosen bestätigte das Unternehmen. An der Börse kamen die Arques-Aktien dennoch wie andere Werte auch am Dienstag unter die Räder. Bis zum Nachmittag büßten sie sieben Prozent ihres Wertes ein und kosteten 17,22 Euro. Der Kleinwerte-Index SDax lag mehr als vier Prozent im Minus.

Arques ist auf den Kauf angeschlagener Firmen spezialisiert. Zum Portfolio gehört unter anderem die Nachrichtenagentur ddp. In der Regel werden die Beteiligungen drei bis fünf Jahre gehalten und nach der Sanierung wieder abgestoßen. Zuletzt wurde der Kinderwagenhersteller Teutonia veräußert.

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