Beteiligungsverbot bestätigt
Kartellamt: Expansionsdrang von Eon und RWE gestoppt

Das Bundeskartellamt sieht durch ein Gerichtsurteil den Expansionsdrang der beiden Energieriesen Eon und RWE vorerst gestoppt. Die Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigten das Verbot einer Beteiligung Eons an den Stadtwerken Eschwege und sprach von einer Grundsatzentscheidung.

HB FRANKFURT. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf habe die Entscheidung der Wettbewerbshüter bestätigt, dem Eon-Konzern den Kauf einer 33-prozentigen Beteiligung an den Stadtwerken Eschwege zu verbieten, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Sie sprach von einer Grundsatzentscheidung mit weit reichenden Folgen für die Stromwirtschaft in Deutschland.

Die Richter befassten sich den Angaben zufolge unter anderem mit der Frage, ob das Duopol der beiden Konzerne durch die gemeinsame Strategie, nach und nach Beteiligungen an Stadtwerken zu erwerben, die Märkte abschotte. "Auf den bundesweit abzugrenzenden Elektrizitätsmärkten findet kein wesentlicher Wettbewerb gegen Eon und RWE statt, durch den der durch ihre überragende Marktstellung eröffnete Verhaltensspielraum wirksam kontrolliert werden kann", zitierte das Kartellamt aus dem Urteil. Von dem Gericht war keine Stellungnahme zu erhalten.

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