Betrugsprozess
Anwälte von Heros-Gründer verschwitzen Revisionsantrag

Wer verurteilt wird, kann Revision einlegen - wenn er die entsprechende Frist wahrt. Diese Möglichkeit wollte auch der Gründer des betrügerischen Geldtransportunternehmens Heros, Karl-Heinz Weis, nutzen, um gegen seine Verurteilung zu zehn Jahren Haft anzugehen. Doch seine Anwälte könnten ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

HB HILDESHEIM. Das Landgericht Hildesheim hat die Revision als unzulässig vorworfen, weil bis zum Ablauf der Frist keine Begründung oder entsprechende Anträge eingegangen seien. "Es ist nichts gekommen", sagte am Montag ein Gerichtssprecher.

In einem Schreiben hätten die Anwälte nun einen Fehler im Büro dafür verantwortlich gemacht. Es sei ein falsches Fax an das Gericht gesendet worden. Die Verteidiger hätten einen so genannten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gestellt, mit dem das Versehen wieder ausgebügelt werden soll. Nun muss der Bundesgerichtshof entscheiden, ob die Revision trotz der Panne doch noch zugelassen werden kann.

Drei zusammen mit Weis zu langjährigen Haftstrafen verurteilte frühere Heros-Spitzenmanager haben ebenfalls Revision eingelegt. Bei ihnen seien die erforderlichen Schritte fristgemäß erledigt worden, sagte der Gerichtssprecher. Die Entscheidungen lägen nun beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

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