BGH
Ist ein nicht erkennbar manipuliertes Manager-Bild zulässig?

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Telekom Ron Sommer klagte, weil er in einem Magazin auf einem bröckelnden, magentafarbenen, dem Firmenemblem der Telekom entnommenen "T" sitzend abgebildet worden war. Er sah seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Das Verfahren ging bis zum Bundesgerichtshof.

Das nach einem langen Verfahren bis zum Bundesgerichtshof mit der Angelegenheit befasste BVerfG ( Az. 42/04 ) steht der ironischen Darstellung zwar die Freiheit der Kunst zu, in der Verwendung eines veränderten Fotos mit dem Gesicht von Sommer sieht es jedoch eine unzulässige Tatsachenbehauptung.

Der Bundesgerichtshof (BGH) stellt dazu nun nach weiterer Überprüfung fest, dass im vorliegenden Fall das Persönlichkeitsrecht des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden nur dann verletzt worden sei, wenn eine für den Betrachter nicht erkennbare, mehrfach gestufte Bildmanipulation vorliege, die über technische unvermeidbare Änderungen hinausreiche. Ob dies der Fall gewesen sei, müsse das zuständige OLG noch einmal prüfen.

BGH vom 8.11.2005 ; Az. KZR 27/03
WRP 2006, S. 269

Kontakt: Dr. Peter Schotthöfer

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