Bier
Brasilianer übernimmt Führung bei InBev

Der belgisch-brasilianische Bieranbieter Inbev befördert seinen Nordamerika-Boss Carlos Brito zum weltweiten Konzerrchef. Brito soll dem Unternehmen höhere Margen bescheren, indem er das bewährte brasilianische Vertriebsmodell auch anderswo etabliert.

HB BRÜSSEL. Der Verwaltungsratsvorsitzende Pierre-Jean Everaert sagte am Dienstag in Brüssel, in Brasilien verkaufe das Unternehmen sein Bier direkt an die Endabnehmer, ohne den Umweg über Großhändler. „Auf diese Weise können höhere Margen erzielt werden“, sagte Everaert. Dieses Konzept wolle der Konzern auch auf andere Märkte übertragen.

Der Brasilianer Brito folgt John Brock nach, dessen Vertrag als Vorsitzender der Geschäftsleitung nach drei Jahren nicht verlängert wird. Der Verwaltungsratsvorsitzende Everaert will seinen Posten im Mai nach sechs Jahren an Peter Harf abgeben, der dem Rat seit 2002 angehört. InBev sei der größte Brauer der Welt und auf gutem Wege, auch zum Besten zu werden, meinte Everaert.

Auch in Deutschland will der Konzern weitere Biermarken übernehmen und seinen Marktanteil vergrößern, sagte eine Sprecherin. Derzeit sieht sich Inbev mit einem Marktanteil von zehn Prozent als Nummer zwei hinter dem Oetker-Konzern.

Das belgische Brauunternehmen hatte 2001 die Brauerei Diebels übernommen. Kurze Zeit später folgte der Kauf der Becks-Brauerei. Seit der letzten großen Übernahme im Oktober 2004 gehören auch die Spaten-Franziskaner-Löwenbräu-Gruppe (München) und Dinkelacker-Schwaben Bräu (Stuttgart) zum deutschen Tochterunternehmen. InBev war durch die Fusion der belgischen Interbrew und der brasilianischen AmBev im August 2004 zur weltweiten Nummer eins aufgestiegen.

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