Biographie
Berthold Beitz - die Macht bei Thyssen-Krupp

Joachim Käppner schreibt spannend über Berthold Beitz. Eine Rezension der Biographie über einen großen Mann der deutschen Wirtschaft.

BerlinDie heutigen Top-Manager sind schon froh, wenn sie ihre Fünfjahresverträge an der Spitze eines Unternehmens erfüllen können. In dieser schnelllebigen Wirtschaftswelt ragt ein Mann wie Berthold Beitz heraus wie ein Felsen am Kieselstrand. Der 98-jährige Vorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ringt sogar Helmut Schmidt Bewunderung ab: „Was für ein Leben!“ staunt der Altkanzler, „und was für eine Lebensleistung!“

Gleich zu Beginn seiner Karriere zeigt Beitz wahren Heldenmut: Als Direktor der „Karpathen-Öl“ stellt sich der damals junge Familienvater im besetzten Polen SS-Einheiten in den Weg, die 1942 jüdische Zwangsarbeiter in die Konzentrationslager verschleppen wollen. Beitz deklariert die Verzweifelten als "kriegswichtige Arbeitskräfte" und rettet so Hunderten Juden das Leben. „Ich war kein Held, ich habe einfach als Mensch gehandelt“, sagt Beitz Jahrzehnte später. Dieser Wagemut rührt aus einer inneren Freiheit, die sein ganzes späteres Leben als Unternehmer prägen wird.

Eingebettet in die Geschichte des Wirtschaftswunderlands Bundesrepublik vollzieht sich sein sagenhafter Aufstieg: Schnell wird er Vorstand einer Hamburger Versicherung, dann kommt die schicksalhafte Begegnung mit Alfried Krupp. Der Stahlbaron lockt Beitz nach Essen. Dort landet der elegante Hanseat in der grauen Arbeiterwelt des Ruhrgebiets. Beitz versteht nichts vom Stahlgeschäft und hat anfangs Mühe, sich gegen die eisenharten Direktoren im Krupp-Konzern durchzusetzen.

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