Björn Robens
Deutsche Bank verlängert mit BHF-Chef

Björn Robens bleibt weitere fünf Jahre Vorstandschef der BHF-Bank. Das Institut gehört zur Deutschen Bank. In den Verkaufsprozess kam zuletzt wieder Bewegung.
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FrankfurtDie BHF-Bank hat den Vertrag mit ihrem Vorstandschef Björn Robens um fünf Jahre verlängert. Das Institut gehört seit der Übernahme des Bankhauses Sal. Oppenheim 2010 zur Deutschen Bank. „Wir setzen hiermit ein Zeichen verlässlicher Kontinuität an der Spitze der BHF-Bank“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Krause, der auch Mitglied im Vorstand der Deutschen Bank ist.

Robens stehe „für den erfolgreichen Transformationsprozess der Bank hin zu einer auf den unternehmerischen Mittelstand fokussierten Vermögensverwaltungsbank“. Der 41-jährige Robens ist seit August 2010 Vorstandssprecher der BHF-Bank. Dem Vorstand gehört Robens bereits seit dem 1. Januar 2008 an.

Die Deutsche Bank sucht seit längerem einen Käufer für die BHF-Bank. In den zähen Verkaufsprozess kommt wieder Bewegung. Der Interessent RHJ International bestätigte Anfang, dass er Co-Investoren für die geplante Übernahme der Deutsche-Bank-Tochter gefunden habe. Nun gebe es informelle Gespräche mit der Finanzaufsicht Bafin über die Kaufpläne.

Die Behörde muss unter anderem prüfen, ob der Investor mit seinen Partnern die nötige Kapitalstärke zur Finanzierung und zum Betreiben der Frankfurter Traditionsbank aufweist. Vor einem halben Jahr musste RHJ eine offizielle Kaufanzeige bei der Bafin bereits zurückziehen, weil die Finanzierung noch nicht stand. Seither hat der Investor Partner gesucht und ist nun offenbar fündig geworden.

In Finanzkreisen war von bis zu fünf Co-Investoren die Rede, mit denen der auf rund eine halbe Milliarde Euro taxierte Kauf gestemmt werden soll. Namen wurden nicht bekannt. Nach früheren Informationen aus Verhandlungskreisen ist der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock darunter. Wenn RHJ die Übernahme erneut offiziell bei der Bafin anzeigt, hat die Aufsicht zwei Monate Zeit, den Plänen zuzustimmen.

Der Verkauf zieht sich seit Monaten hin. Die Suche nach Co-Investoren verlief angesichts der Verunsicherung vieler Anleger durch die Schuldenkrise schwierig. „Da will sich doch keiner mit dem Kauf einer Bank die Finger verbrennen“, sagte ein Prozessbeteiligter. RHJ gehört bereits das Institut Kleinwort Benson. Der vom früheren Dresdner-Investmentbanker Leonhard Fischer geführte Finanzinvestor will die BHF mit ihren 1500 Mitarbeitern mit Kleinwort Benson zusammenführen - die Co-Investoren beteiligen sich dann an dem gemeinsamen Bankkonzern.

Die Deutsche Bank hat bereits schlechte Erfahrungen mit der Bafin gemacht. Der Verkauf der BHF-Bank an die liechtensteinische Fürstenbank LGT war 2011 am Veto der Aufsicht gescheitert. Seither hat das größte deutsche Geldhaus die Tochter umstrukturiert und die Kosten heruntergefahren.

Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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