Bob Singer
Buhmann der Pasta-Streiker

Um den müden Lebensmittelkonzern Barilla auf Trab zu bringen, kämpft dessen Chef Bob Singer an mehreren Fronten. Seit heute gibt es eine neue.

MAILAND. Das hat Barilla-Chef Robert Singer gerade noch gefehlt. „Basta Pasta“ heißt es am heutigen Donnerstag 24 Stunden lang in ganz Italien, begleitet von Demonstrationen auf allen großen Marktplätzen der Halbinsel. Kein Italiener, hoffen gleich vier große Verbraucherschutzverbände, wird an diesem Tag im Supermarkt nach Nudeln greifen.

Ein ebenso harter wie entbehrungsreicher Protest. 54 Kilo Pasta pro Jahr, weiß die Statistik, verschlingt der Durchschnittsitaliener – und hält damit den Weltrekord. Nicht wenige Feinschmecker zwischen Mailand und Palermo bekommen die geliebten Nudeln mindestens einmal am Tag auf ihren Teller, bevorzugt in Form von Spaghetti, Fettucini oder Farfalle. Doch was zu viel ist, ist zu viel. Weil Verbraucherschutzverbände einen Preisanstieg von 25 Prozent vorhersagen, regt sich der Volkszorn.

Den bekommt auch Barilla-Chef Singer zu spüren. Da die Weltmarktpreise für Weizen allein in den vergangenen zwölf Monaten um fast 80 Prozent nach oben geklettert sind, feilt die norditalienische Firmenzentrale seit geraumer Zeit an einem Szenario für Preiserhöhungen. „Wir sind schließlich der weltweit größte Abnehmer von Weizen“, beteuert Singer. Entsprechend will er bei seinen Handelskunden höhere Listenpreise durchdrücken. Keine angenehme Aufgabe für den 55-Jährigen, der mit der deutschen Tochter Kamps ohnehin schon genug zu tun hat.

Seite 1:

Buhmann der Pasta-Streiker

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%