Bork Bretthauer
Hoffnungsträger verlässt Arzneimittelverband im Streit

Lange galt Bork Bretthauer als Hoffnungsträger beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller, dann drohte er zum Opfer heftiger Personalstreitereien zu werden. Jetzt verlässt der 41-Jährige den Verband. Ob ihm der Wechsel Ruhe bringt, ist aber unsicher.
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BERLIN. Bis vor kurzem war Bork Bretthauer (41) der große Hoffnungsträger beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Seine langjährige Chefin Cornelia Yzer hätte den ehemaligen Referenten der grünen Gesundheitsministerin Andrea Fischer gerne zu ihrem Stellvertreter gemacht. Doch daraus wurde nichts, weil die Mitgliedsfirmen nicht mitspielten.

Stattdessen drohte Bretthauer zum Opfer heftiger Personalquerelen zu werden, in die Umstrukturierungspläne von Yzer den Verband seit einem Jahr gestürzt haben. Die Konflikte um Mobbing und Ausgrenzung unliebsam gewordener Beschäftigter beschäftigen schon die Arbeitsgerichte.

Jetzt ergriff Bretthauer die Flucht. Er wird Chef beim Verband der Generikahersteller Pro Generika. Entsprechende, seit längerem kursierende Gerüchte bestätigte gestern der Branchendienst Apotheke ad hoc.

Ob er dort glücklicher werden wird, muss sich zeigen. Denn der von wenigen Großfirmen dominierte Verband geht nicht gerade zimperlich mit seinem Personal um. So wurde Bretthauers Vorgänger Peter Schmidt nach einem unglücklichen Auftritt in der ZDF-Satire-Sendung „Heute Show“ geschasst. Auch sein Pressesprecher nahm wenig später den Hut und arbeitet jetzt für den Großhandelsverband Phagro.

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