BP-Vize Dick Olver wird Chairman bei BAE Systems
Schöngeist wechselt an die Rüstungsfront

Er gilt als ruhig und sehr diplomatisch. Und wer Dick Olver ein-mal begegnet ist, beschreibt den 57-jährigen Briten als fairen Zuhörer. Väterlich, verbindlich, vertrauensvoll. Alles Eigenschaften, die er in seinem neuen Job gebrauchen kann.

HB LONDON. Denn Mitte Mai wird Olver, bisher Vize des Energiekonzerns BP, Chairman von BAE Systems. Der größte Rüstungskonzern Europas braucht nicht nur Aufträge, sondern auch einen Moderator: Im vergangenen Jahr hat sich das Management mehrfach mit einem der größten Auftraggeber – dem Londoner Verteidigungsministerium – heftig angelegt.

„Das wird nicht mehr der Ton der Zukunft sein“, ist ein Großaktionär nach Olvers Berufung überzeugt. Mit ihm müsse der Konzern wieder Partner der Londoner Regierung werden. Investoren beklagen den Konfrontationskurs des bisherigen BAE-Chairmans Sir Richard Evans. So musste sich BAE Systems im vergangenen Jahr einen Milliardenauftrag für zwei britische Flugzeugträger mit dem französischen Thales-Konzern teilen. Und zuletzt kam der Konzern beim Londoner Airtanker-Projekt – einem der größten Rüstungsaufträge Europas – nicht zum Zug.

Mit Olver wird beim Rüstungsriesen auch eine stille Wende eingeleitet. Nach dem bulligen Evans, der schon äußerlich Kampfeslust ausstrahlt, setzt der Konzern nun auf den eher leisen und feinsinnigen BP-Manager. Ein Mann, der als Interessen schöne Künste und Ballett angibt – neue Töne bei BAE.

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