Branchentreff dmexco: Markenartikler treiben Online-Werbung

Branchentreff dmexco
Markenartikler treiben Online-Werbung

Der Werbemarkt im Internet wächst - auch weil die Unternehmen zunehmend in sozialen Netzen wie Facebook und StudiVZ präsent sein wollen. Wachstumstreiber sind klassische Markenartikler wie Lebensmittel, Körperpflege oder Autos.
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KÖLN. Weil die Markenartikler Online-Werbung für sich entdecken, wächst die Werbung im Internet in diesem Jahr brutto erstmals über die Schwelle von fünf Mrd. Euro - um 19 Prozent. Das sagte Arndt Groth, Präsident des Verbands der Digitalen Wirtschaft (BVDW), am Mittwoch auf der Branchenmesse dmexco in Köln. Damit liege Online-Werbung inzwischen fast gleichauf mit Zeitungs-Reklame.

„Online-Werbung ist ein fester Bestandteil im Media-Mix geworden“, sagte Groth. Der Anteil der Online-Werbung am Werbemarkt steigt um drei Prozentpunkte auf 18,8 Prozent. Zugleich müsse die Branche weniger Nachlässe auf die Brutto-Preise gewähren.

Ein Indiz für die Entwicklung hin zur Markenwerbung ist, dass die klassische Online-Werbung über Werbebanner sogar um 23 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro wächst. Die Markenwerbung im Netz funktioniert ähnlich wie in Zeitungen und Zeitschriften über den Verkauf von Werbeflächen auf Websites und immer häufiger auch in Videos. Sie unterscheidet sich Performance-Werbung, bei der es weniger um den Aufbau einer Marke als um den direkten Verkauf geht.

Für solche Zwecke ist auch die maßgeschneiderte Werbung in Suchmaschinen wichtig, wie sie etwa Google anbietet. Die Suchwort-Werbung macht 1,9 Mrd. Euro aus. 2015 könnte die Image-Werbung für Marken genauso stark sein wie die Performance-Werbung.

Für Banner-Werbung ist hingegen das Umfeld wichtig. Marken suchen passende Seiten für ihre Werbung. „Das ermöglicht es, qualitativ hochwertige Websites zu betreiben“, sagte Paul Mudter, Vorsitzender des Online Vermarktungskreises OMV. Als ermuntigendes Signal wertete er, dass auch die Nettoumsätze der Branche zweistellig gestiegen seien. Wachstumstreiber sind klassische Markenartikler: etwa Lebensmittel, Körperpflege und Autos.

Hoffnungsträger ist weiterhin Werbung in sozialen Netzen wie Facebook und StudiVZ. „Es ist erstaunlich, wie aufgeschlossen sich die Werbetreibenden dafür zeigen“, sagte Groth. Andere neue Online-Werbeformen hätten deutlich länger gebraucht, bis sie angenommen worden seien.

Zweites Wachstumsfeld ist die Video-Werbung. Sie könne 2010 einem Netto-Umsatz von 60 Mio. Euro erreichen, sagte Mudter. Momentan sei die Nachfrage größer als die Reichweiten, die den Werbetreibenden angeboten werden könnten. Das stabilisiere die Preise.

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