Brillen-Unternehmer wechselt in Aufsichtsrat
Rodenstock gibt Konzernleitung aus der Hand

Randolf Rodenstock gibt die Geschäftsführung des nach eigenen Angaben größten deutschen Brillenherstellers Rodenstock ab. Er wechselt zum 1. November an die Spitze des Aufsichtsrates.

HB MÜNCHEN. Sein Nachfolger als Vorsitzender der Konzernleitung wird der gebürtige Schweizer Giancarlo Galli. Der Wechsel sei Teil der langfristigen Strategie des Unternehmens, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Um sich auf einen späteren Börsengang vorzubereiten, wolle Rodenstock das operative Geschäft stärker von der Eigentümerfamilie entkoppeln. Im Zusammenhang mit der Öffnung für Kapitalmärkte sei die persönliche Haftung der Familie nicht mehr zeitgemäß.

Der 55-jährige Randolf Rodenstock war seit 1990 Vorsitzender der Konzernleitung. Den Wechsel in den Aufsichtsrat hatte er bereits im Juni im Zusammenhang mit dem Einstieg des Großinvestors Permira angekündigt, den Zeitpunkt jedoch offen gelassen. Permira hatte zusammen mit den Rodenstock-Managern zeitlich befristet 49 % der Anteile übernommen. Ein Ausstieg der Investoren sei in der nächsten Zeit nicht geplant, betonte ein Sprecher. Als mögliches Datum sei ein gemeinsamer Börsengang im Gespräch. Angesichts der schwierigen Situation an den Handelsplätzen liege dieser jedoch noch in weiter Ferne. Im Juni hatte Rodenstock einen Börsengang innerhalb der kommenden fünf Jahre in Aussicht gestellt.

Nach dem Wechsel Rodenstocks in den Aufsichtsrat seien zunächst keine weiteren Veränderungen geplant, hieß es. Nach der Konzentration auf das Kerngeschäft Brille 1999 wurde das Familienunternehmen im vergangenen Jahr in eine GmbH umgewandelt. „Jetzt muss erst einmal alles wieder in geordnete Bahnen kommen“, sagte der Sprecher.

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