Bruttowerbestatistik
Die klassischen Medien zeigen ein Plus von vier Prozent

Die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien beliefen sich im ersten Quartal 2005 auf rund 4,32 Milliarden Euro. Die Bruttowerbestatistik von Nielsen Media Research weist im Vorjahresvergleich ein Plus von 170 Millionen Euro (+ 4,0 Prozent) aus. Der Werbemarkt sei immer noch von Kampagnen geprägt, die den Preis in den Mittelpunkt des Werbeinhalts stellen, heißt es bei den Mediaforschern.

Gleichzeitig beobachten die Researcher neue Trends, die dafür sorgen, dass das Bruttowachstum des Gesamtmarkts unvermindert anhält. Von der Steigerung der Bruttowerbeausgaben von 170 Millionen Euro entfällt mit einem Plus von 50 Millionen Euro erneut ein großer Teil auf Handelsorganisationen und hier besonders stark auf technische Kaufhäuser (Media Markt und Saturn). Während der Lidl Discount seine Werbeaufwendungen weiter ausbaut, stagnieren Werbeaufwendungen bei Aldi das erste Mal seit langem.

Besonders deutliche Steigerungsraten ermitteln die Researcher im Bereich Foto und Optik. Fielmann steigerte seine Werbeausgaben gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Millionen Euro, die der Filialist in erster Linie in Zeitungs- und Radiowerbung investierte. Darüber hinaus wuchsen die Werbeaufwendungen für die "Weiße Linie", mit der Marktforscher die Kategorie der Molkereiprodukte wie Quark, Joghurt und Milch bezeichnen. Sie stiegen von 30 auf 80 Millionen Euro. Erneut im Plus ist auch die Werbung für Downloads von Klingeltönen, Handybildern und-spielen mit einem Zuwachs von 30 Millionen auf 110 Millionen Euro.

Die Fernsehwirtschaft konnte mit 1,8 Milliarden Euro (+2,6 Prozent) erneut die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien verbuchen. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen (ohne Rubrikenanzeigen) wuchsen um 7,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Während die Publikumszeitschriften bei einem Werbeumsatz von knapp 869 Millionen Euro einen Rückgang von 2,0 Prozent verzeichneten, konnte das Radio Werbeaufwendungen in Höhe von rund 280 Millionen Euro erwirtschaften und diese im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26,5 Prozent steigern.

Aufgrund der Struktur des Wachstums im Gesamtmarkt und dem Einfluss von Einmaleffekten will Ludger Vornhusen, Geschäftsführer Nielsen Media, nicht davon ausgehen, dass sich das Bruttowachstum im zweiten Quartal 2005 auf diesem Niveau fortsetzt.

www.nielsenmedia.com

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