Bundesverband Öffentlicher Banken
Jaschinski soll VÖB-Präsident werden

Siegfried Jaschinski soll neuer Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) werden. Doch der Chef der Landesbank Baden-Württemberg ist im Bundesverband nicht unumstritten.

BERLIN. Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Siegfried Jaschinski, wird aller Voraussicht nach neuer Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Darauf einigten sich nach Informationen des Handelsblatts Vertreter der insgesamt 61 Landes- und Förderbanken im Vorfeld der am Montag stattfindenden Mitgliederversammlung.

„Die Frage ist nicht, ob er gewählt wird, sondern mit welcher Mehrheit", sagte ein Landesbanker, der nicht genannt werden wollte. Sowohl die BayernLB als auch andere Landesbanken sehen die Kandidatur kritisch, hieß es im Umfeld der Institute. Dabei spielen persönliche Animositäten etwa zwischen BayernLB-Chef Werner Schmidt und Jaschinsky eine Rolle, die aus Zeiten stammen, als die LBBW noch unter SüdwestLB firmierte. Bei anderen Instituten stieß die von Jaschinski mitgestaltete Konsolidierungsdebatte unter den Landesbanken auf wenig Gegenliebe.

Einig sind sich die Beobachter aber darin, dass Jaschinski jemand ist, der den VÖB wieder mehr ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rücken könnte. Dafür hatte der charismatische Thomas Fischer, der Ex-Chef der WestLB ein gutes Händchen. Doch mit seiner Ende Juli erfolgten Abberufung verlor Fischer auch automatisch das Präsidentenamt.

Interimsmäßig übernahm der stellvertretende VÖB-Präsident Christian Brand das Amt. Der Vorstandschef des Förderinstituts L-Bank wird wohl Vizepräsident bleiben.

Die Schwächephase des VÖB hatte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Heinrich Haasis, dazu genutzt, laut darüber nachzudenken, ob der DSGV und der VÖB nicht fusionierten sollten. Schließlich seien die Landesbanken in beiden Verbänden Mitglieder. Das wird voraussichtlich auch so bleiben. Aus dem Umfeld Jaschinskis heißt es, dass er keinen Anlass für eine Verbandsfusion sehe und bereit sei, diese Position offensiv gegen Haasis zu vertreten. Das erinnert an Scharmützel, als sich Haasis über Jaschinskis Gebot für die Landesbank Berlin aufregte. Sie ging letztlich an die Sparkassen.

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