Burger King
Neuer Mann auf dem Schleudersitz

Bei Burger King, der drittgrößten US-Imbisskette, dreht sich das Personalkarussell weiter. John Chidsey wird neuer Mann an der Spitze des Konzerns – er ist der neunte Burger-King-Chef innerhalb der vergangenen elf Jahre.

NEW YORK. Der Wechsel an der Spitze sorgt für Unruhe in der Branche, zumal Burger King bis zum Juni an die Börse will. Ohnehin zweifeln einige Analysten und Investoren, ob die Fast-Food-Kette nach jahrelangem Niedergang jetzt die Trendwende geschafft hat. Oder ob die Private-Equity-Investoren, denen Burger King gehört, das Unternehmen nur oberflächlich für den Börsengang aufgehübscht haben.

Chidsey selbst kämpfte bei einer Telefonkonferenz Ende vergangener Woche, als der Chefwechsel bekannt gegeben wurde, gegen die Skepsis. „Dies ist keine negative Nachricht“, beschwor der 43-Jährige seine Zuhörer. „Mit dem Unternehmen ist alles in Ordnung“, pflichtete Chidseys Vorgänge Gregory Brenneman bei.

Malcolm Knapp, Besitzer einer aufs Restaurantgeschäft spezialisierten Unternehmensberatung, blieb dennoch skeptisch. „Es gibt keine Stabilität hier“, sagte Knapp der Nachrichtenagentur Bloomberg, „der Mangel an Stabilität ist eines der größten Probleme bei Burger King“.

Chidsey arbeitet seit März 2004 bei Burger King, zuletzt als Finanzchef. Der Manager mit Doppeldiplom als Jurist und Bilanzprüfer diente bereits zwei Burger-King-Vorstandschefs .

Der scheidende Brenneman (44) übernahm vor eineinhalb Jahren das Zepter bei Burger King. Der Leiter der auf Sanierungsfälle spezialisierten Beratung „Turnworks“ kam auf Einladung seines Freundes David Bonderman, des Chefs der Private-Equity-Firma Texas Pacific Group. Texas Pacific sowie Bain Capital und Goldman Sachs Partners haben Burger King 2002 vom britischen Getränke- und Nahrungsmittelkonzern Diageo erworben. Nach seiner Ernennung hatte Brenneman noch betont, er wolle längerfristig bei Burger King bleiben. Nun änderte Brenneman seine Pläne. Er wolle nicht auf Dauer an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens stehen, sagte er.

Manche Bankanalysten halten einen anderen Grund für plausibler: Brenneman wolle wohl nicht ein eher wertloses Unternehmern leiten, das an der Börse für viel Geld verhökert werde. Burger King schloss im vergangenen Jahr einige Restaurants und fiel, nach Umsatz gerechnet, auf den dritten Platz unter den US-Schnellrestaurants zurück – nach McDonald’s und Wendy’s.

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