Business-Wissen

Zu viel Alltagsarbeit

Die Rolle der Finanzabteilungen in global tätigen Unternehmen wandelt sich rasant: Aus den einstigen Buchhaltern sollen interne strategische Berater für das Management werden. Dem Anspruch werden aber noch nicht viele gerecht.
  • Bert Fröndhoff

DÜSSELDORF. Wenn es um die Herausforderungen der Globalisierung geht, stehen üblicherweise zwei Unternehmensbereiche im Fokus: Produktion und Vertrieb, also der operative Kern. Doch nicht nur die Struktur dieser Funktionen verändert sich rasant - auch die so genannten administrativen Bereiche müssen der globalen Ausrichtung der Unternehmen gerecht werden. Einer der Bereiche, der am kräftigsten durchgeschüttelt wird, ist die Finanzabteilung.

Einst als Buchführungzentren verschrien, wandeln sich der Chief Finance Officer und seine Truppe zu strategischen Zentren für das Unternehmen: Sie sollen die Zahlen liefern, die dem Management einen schnellen und präzisen Blick auf das verzweigte weltweite Firmennetz garantieren. "Finanzabteilungen nehmen eine Schlüsselrolle bei der Wertsteigerung und Strategieumsetzung ein", heißt es in einer Untersuchung der >Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft Accenture. Damit nicht genug: Risikomanagement und Compliance werden immer bedeutender, und auch dabei spielen Finanzspezialisten eine entscheidende Rolle.

So lautet der Anspruch, doch dem werden die Finanzabteilungen vieler Unternehmen mit ihrer derzeitigen Ausstattung und Ausrichtung kaum gerecht, urteilt Accenture in der Studie, in der 350 Unternehmen weltweit untersucht wurden. Das Fazit lautet: Statt in komplexen Fragen das Management gut zu beraten, werden in den Finanzabteilungen vieler Unternehmen die Ressourcen vorwiegend für Alltags- und Standardarbeiten verwendet.

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