Carl-Henric Svanberg
Ericsson hat einen Überraschungskünstler

Vor gut einem Jahr sah es für Carl-Henric Svanberg nach zwei Gewinnwarnungen schlecht aus. Doch nun legt der Ericsson-Chef neue Zahlen vor – bessere als von allen erwartet.

STOCKHOLM.Nein, das verschmitzte Lächeln ist ihm doch nicht vergangen. Als Carl-Henric Svanberg gestern in Kista bei Stockholm auf das bläulich ausgeleuchtete Podium steigt, hat er wieder dieses ein wenig in sich gekehrte Lächeln. Die schmalen Augen blitzen, und der Chef des weltgrößten Mobilfunknetz-Herstellers Ericsson schaut erwartungsvoll auf Analysten und Journalisten. Dass er selbst die halbe Nacht über den Zahlen für das vierte Quartal 2008 gebrütet hat, sieht man ihm nicht an. Der Mann steckt tatsächlich voller Überraschungen.

Überraschung Nummer eins: „Verehrte Damen und Herren, 2008 war ein fantastisches Jahr.“ Ungläubiges Staunen im Publikum. Raunen und gleichzeitiges nervöses Tippen auf den winzigen Tastaturen der Netbooks. Die Botschaft muss raus, so schnell wie möglich. Ericsson-Chef Svanberg genießt diese Minuten, in denen er an seine Triumphe vergangen geglaubter Zeiten anknüpfen kann. Das Krisenjahr 2008 als fantastisch zu bezeichnen, dazu gehört schon einiges an Mut.

Überraschung Nummer zwei: Nach einem „fantastischen Jahr“ wird Ericsson rund 5 000 Zeitarbeitern und Beratern den Weg zum Ausgang weisen. Man müsse sich für alle Eventualitäten, sprich Krisen, vorbereiten. Dass gleichzeitig am Konzernsitz der Betriebsrat tobt, weiß er. Es stört ihn aber nicht. Ab Mitte 2010, sagt Svanberg, wolle er jährlich zehn Milliarden Kronen sparen.

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