Carlos Ghosn
Der Imperator

Lange war Carlos Ghosn einer der Stars der Autobranche. Dann geriet der Chef von Renault-Nissan in die Kritik. Nun bekommt Ghosn beim Autokonzern noch mehr Macht bei – und ruft laut nach Staatshilfen.

PARIS. Auch in ihrer wohl schlimmsten Krise der Nachkriegsgeschichte gibt es in der Autoindustrie eine verlässliche Konstante: Um keinen Manager ranken sich so viele Spekulationen und Gerüchte wie um Carlos Ghosn, den Chef des französischen Autobauers Renault-Nissan. Im Oktober machten Gerüchte die Runde, dass der ehrgeizige Ghosn sich mit einem Minderheitsanteil beim strauchelnden US-Konstrukteur Chrysler beteiligen will. Und aktuell halten sich Spekulationen, dass Ghosn die Führung des US-Riesen General Motors übernehmen könnte.

In dieses Umfeld platzt nun die Nachricht, dass Ghosn im nächsten Jahr auch den Vorsitz des Renault-Verwaltungsrats übernimmt. Sein Vorgänger Louis Schweitzer will mit seinen 66 Jahren sein Mandat als Chef des Aufsichtsgremiums bei der nächsten Hauptversammlung nicht noch einmal verlängern.

Auch wenn vom diskreten Schweitzer niemals Kritik an der Strategie Ghosns nach außen drang – mit der Übernahme des Boardvorsitzes steigt der hyperaktive Konzernlenker endgültig zum unumschränkten Herrscher von Renault auf. In Frankreich hatte er schon vorher den Spitznamen „Imperator“.

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