Carsten Kengeter
UBS macht Deutschen zum Investment-Chef

Er ist eine ausgewiesene Händlernatur, nun wird Carsten Kengeter Chef der UBS Investmentbank. Dort soll er den größten Teil der künftigen Konzernerträge einfahren. Die Personalie verdeutlicht die Rückkehr der Investmentbanker: In immer mehr Instituten übernehmen sie wieder die vorderen Positionen.
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ZÜRICH. Die Investmentbanker sind weiter auf dem Vormarsch. Jetzt hat auch die Schweizer Großbank UBS mit Carsten Kengeter eine ausgewiesene Händlernatur nach oben befördert.

Der 43-jährige Deutsche übernimmt ab dem 1. November die alleinige Führung der UBS Investmentbank. Sein bisheriger Partner Alexander Wilmot-Sitwell wechselt nach Hongkong, wo er als Co-Chef zusammen mit Chi-Won Yoon das Asien-Pazifik-Geschäft der UBS führen soll.

Wie bereits bei der Deutschen Bank und bei Barclays in Großbritannien übernehmen jetzt auch bei der UBS die Investmentbanker wieder die vorderen Positionen.

„Ich bin überzeugt, dass Carsten unsere Investmentbank zu einem nachhaltigen Erfolg führen wird“, sagte Konzernchef Oswald Grübel. Das Vertrauen in den früheren Fixed-Income-Händler von Goldman Sachs scheint groß. Kengeter verdiente bei der UBS im vergangenen Jahr mit 13,2 Mio. Franken sogar mehr als Grübel. Das war der Lohn dafür, dass er das Investment-Banking aus den Trümmern der Finanzkrise neu aufgebaut hat.

Die Erwartungen an Kengeter bleiben allerdings hoch: Er soll den Löwenanteil der künftigen Konzernerträge einfahren. Im ersten Halbjahr verdiente die Sparte dank des guten Marktumfelds 2,5 Mrd. Franken. Damit war Kengeter zunächst auf gutem Weg, die von Grübel vorgegebene Jahresmarke von sechs Mrd. Franken zu erreichen. Allerdings haben sich die Märkte über den Sommer merklich verschlechtert, so dass das Ziel in diesem Jahr kaum zu schaffen sein wird.

Torsten Riecke leitet das Ressort Meinung & Analyse. Er befasst sich vor allem mit Wirtschafts- und Finanzthemen.
Torsten Riecke
Handelsblatt / International Correspondent

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