Carsten Samusch tritt laut Finanzkreisen ab
Vorstand der Deutschen Pfandbriefbank geht offenbar

Nach dem gescheiterten Verkauf der Deutschen Pfandbriefbank AG tritt Vorstandsmitglied Carsten Samusch nach Informationen aus Finanzkreisen ab. Zugleich bekommt der Mutterkonzern Depfa mehr Einfluss im Unternehmen.

HB FRANKFURT. Samusch, zuständig unter anderem für IT, Financial Controlling, Recht und Steuern, werde aus dem Unternehmen ausscheiden, sagte ein mit der Situation Vertrauter am Donnerstag. Sein Vertrag sei nicht verlängert worden. Der bislang zweiköpfige Vorstand werde zugleich durch Führungskräfte der Muttergesellschaft Depfa Bank plc auf drei Mitglieder erweitert. Einziehen sollten Finanzchef Reinhard Grzesik sowie Bo Heide-Ottosen, der das weltweite Treasury leitet. Pfandbriefbank-Vorstandschef Jürgen Karcher bleibe im Amt.

Ein Depfa-Sprecher wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Er verwies lediglich auf eine Aufsichtsratssitzung am 15. Juni, in der die organisatorische Neuaufstellung der Pfandbriefbank beschlossen werden soll. Für den darauf folgenden Tag hat das Institut bereits zu einem Pressegespräch eingeladen.

Auch die „Börsen-Zeitung“ berichtete am Donnerstag vom Ausscheiden Samuschs und dem Einzug der beiden Depfa-Vorstände in das Führungsgremium der Pfandbriefbank.

Mitte April hatte die Depfa nach monatelanger ergebnisloser Suche den Verkauf ihrer deutschen Refinanzierungstochter mangels attraktiver Angebote abgeblasen. Eigentlich braucht die im MDax gelistete Gesellschaft die Pfandbriefbank nicht mehr, weil sie sich ausschließlich über irische Pfandbriefe finanzieren wollte.

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