Carsten Schmidt wird Nachfolger
Premiere ernennt neuen Sportvorstand

Nach dem Verlust der Bundesliga-Übertragungsrechte greift der Bezahlfernsehsender Premiere durch: Nach nur knapp vier Monaten muss der frühere RTL-Chefredakteur Hans Mahr seinen Posten als Sportvorstand räumen.

HB MÜNCHEN. Der 42 Jahre alte Carsten Schmidt werde das Vorstandsressort Sport und New Business zum 1. März von dem früheren RTL-Chefredakteur Hans Mahr übernehmen, teilte Premiere am Donnerstag in München mit. Mahr hatte das Ressort, das auch den Sportrechteinkauf umfasst, erst im September 2005 übernommen. Mahr verlasse das Unternehmen Ende Februar im besten Einvernehmen, erklärte Premiere.

Schmidt hat bisher als Sportchef die Redaktion und die Produktion des gesamten Sportangebotes von Premiere verantwortet. In seiner neuen Funktion sei er zusätzlich für den Sportrechteeinkauf zuständig.

Der ehemalige RTL-Chefredakteur Mahr ist erst im September zu Premiere gekommen. Zu seinen Aufgaben gehört der Einkauf von Sportrechten. Zudem ist er für das Sportprogramm verantwortlich.

Der Pay-TV-Sender hatte im Dezember bei der Vergabe der wichtigen Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga für die kommenden Jahre den Zuschlag nicht bekommen. Die lukrativen Rechte hatte überraschend der Kabelnetzbetreiber Unity Media erhalten. Sportübertragungen - vor allem Fußball - sind bisher das größte Zugpferd von Premiere. Die Spiele der laufenden Bundesliga-Saison kann der Pay-TV-Sender noch live zeigen.

Premiere-Chef Georg Kofler sagte, das Unternehmen und Mahr trennten sich in freundschaftlichem und besten gegenseitigem Einvernehmen. Mahr ergänzte, die Aufgabenstellungen hätten sich seit seinem Eintritt bei Premiere verändert. Daher habe er sich entschlossen, neue berufliche Herausforderungen anzunehmen.

Auf den Kurs der Premiere-Aktie hatte die Entscheidung keinen sichtbaren Einfluss. Das im Nebenwerteindex MDax notierte Papier wurde am Mittag in einem insgesamt leicht schwächeren Markt für 14,62 Euro und damit um 0,27 Prozent unter dem Vortageswert gehandelt. Nach der Niederlage bei der Vergabe der Bundesliga-Rechte hatte die Aktie rund ein Drittel an Wert eingebüßt.

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