Carsten Spohr Lufthansas neuer Passagiervorstand schafft Fakten

Der Mann hat es eilig. Carsten Spohr, bisher noch Vorstandschef von Lufthansa Cargo, wird zwar erst in gut vier Wochen die Leitung des Passagiergeschäfts von Lufthansa übernehmen. Doch bis dahin wartet er nicht.
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Carsten Spohr: Bisher ist der Manager noch Vorstandschef von Lufthansa Cargo. Quelle: dpa

Carsten Spohr: Bisher ist der Manager noch Vorstandschef von Lufthansa Cargo.

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FRANKFURT. Am Montag will Carsten Spohr dem Aufsichtsrat von Europas größter Fluglinie seine Pläne vorstellen. Mit im Rucksack: einige Personalien.

Ausreichend Platz auf dem personellen Schachbrett hat Spohr. Auf der zweiten Ebene, dem sogenannten Bereichsvorstand, sind in der Passagiersparte drei von vier Posten neu zu besetzen. So wechselt Karl-Ulrich Garnadt, bisher für das Management der Drehkreuze (Hubs) und anderer Serviceleistungen zuständig, zum Jahresende zur Frachttochter Cargo. Mit Jürgen Raps, als Chefpilot für den Flugbetrieb zuständig, geht zudem ein Bereichsvorstand in den Ruhestand.

Und seit gestern offiziell ist außerdem der Wechsel von Thierry Antinori, Chef des Vertriebs und des Marketings, an die Spitze der österreichischen Lufthansa-Tochter AUA. Antinori wird das Amt am 1. April kommenden Jahres antreten. Er hat intern und extern einen exzellenten Ruf. Antinori hat unter anderem die Kosten gedrückt und das Kundenbindungsprogramm vorangetrieben. Der eher zurückhaltende Manager habe aber immer davon geträumt, eine Airline führen zu dürfen, heißt es. Dieser Wunsch solle nun erfüllt werden.

Ob der sehr ambitionierte Spohr die nun frei werdenden Posten wieder eins zu eins besetzen wird, ist allerdings offen. Nach Informationen aus Konzernkreisen wird auch ein völlig anderer Zuschnitt der einzelnen Ressorts geprüft.

Vor allem die Trennung von Flugbetrieb und Hub-Management gilt nicht mehr als zeitgemäß. Derzeit gehört zum Beispiel die Planung der Cockpitbesatzungen zum Ressort von Raps, während das Kabinenpersonal bei Garnadt angesiedelt ist. Deshalb werde überlegt, mehr Kompetenzen an den großen Hubs wie Frankfurt oder München zu konzentrieren. Diese sollen dann wie eine Art kleines und selbstständiges Unternehmen geführt werden. Das aber würde massive personelle Veränderungen bedeuten. Ob und wie schnell Spohr solche Pläne umsetzen wird, ist derzeit noch offen.

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