Cerberus Capital
Top-Banker Kenneth Leet führt Europageschäft

Der ehemalige Investmentbanker Kenneth Leet leitet künftig das Europageschäft des US-Finanzinvestors Cerberus Capital Management. Leet hatte zuletzt den amerikanischen Autohersteller Ford beraten, der sich von der Nobelmarke Jaguar und dem Finanzbereich Ford Credit trennen wollte, um seine Finanzprobleme aus der Welt zu schaffen.

rob FRANKFURT. Cerberus will von Leets weit reichenden Kontakten profitieren. Der Banker hatte zuletzt für rund ein Jahr das Europageschäft der Bank of America im Investment-Banking geführt, ehe er im Mai zurückgetreten war. Zuvor hatte er 18 Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet und dort zuletzt das Geschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika geführt.

Der 1992 gegründete Finanzinvestor Cerberus zählt mit einem verwalteten Vermögen von rund 22 Mrd. Dollar und rund 275 Mitarbeitern zu den größten Private-Equity-Häusern weltweit. Zurzeit gehört das Unternehmen zusammen mit dem deutschen Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische zu den vier verbliebenen Bietergruppen, die die österreichische Gewerkschaftsbank Bawag kaufen wollen. Cerberus sucht weltweit unterbewertete Gesellschaften, die es nach vorne bringt und nach in der Regel drei bis fünf Jahren wieder verkauft. Wie bei allen Finanzinvestoren wird eine zweistellige Rendite angestrebt.

Im Oktober dieses Jahres hatte die Beteiligungsgesellschaft für Aufsehen gesorgt, als sie den langjährigen Finanzminister der amtierenden US-Regierung unter George W. Bush, John Snow, als neuen Aufsichtsratschef gewann. Snow sieht „Deutschland als einen der wichtigsten Märkte weltweit“, wie er jüngst in Frankfurt sagte. Er geht von einer wachsenden Bedeutung von Private Equity im deutschen Markt aus. Potenzial sieht er vor allem bei der Privatisierung der Infrastruktur. Zuletzt waren einige Finanzinvestoren in die Kritik geraten, weil sie den gekauften Firmen hohe Schulden aufgebürdet hatten. Auch die Bundesbank warnte davor.

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