Chef der Apobank
Herbert Pfennig: Der Wandelbare

Wenn Herbert Pfennig etwas erreichen will, dann nimmt er dafür einiges in Kauf. Früh aufstehen und still in der Kälte verharren, gehört dazu. Der Hobbyfotograf wollte Eisvögel ablichten und wartete stundenlang bei minus 17 Grad im Tarnzelt, um die seltenen Fischjäger mit dem eisblauen Gefieder vor die Linse zu bekommen.

FRANKFURT. So wird es in Frankfurt kolportiert, wo der künftige Chef der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank), fünf Jahre als Vorstandsmitglied das Geschäft der Frankfurter Sparkasse (Fraspa) mit gestaltete. Jetzt wechselt er vom Main an den Rhein. Angst machen muss ihm das nicht, denn der 54-Jährige gilt als jemand, der sich schnell wieder zurecht findet.

Diese Eigenschaft wird er brauchen, wenn er am 1. Juli an die Spitze der Apobank rückt. „Die Gesprächspartner erwarten, dass man sich im Gesundheitswesen auskennt“, sagt sein Vorgänger Günter Preuss, der in den Ruhestand geht. Denn die größte deutsche Genossenschaftsbank zählt fast ausschließlich Apotheker, Ärzte und Zahnärzte zu ihren Kunden. Aber Pfennig liebt die Herausforderung. Wie bei der Sache mit Frankfurt: Eigentlich wollte der langgediente Dresdner-Bank-Mann nie in Frankfurt arbeiten. Jedes Jahr, wenn er im internen Fragebogen angeben sollte, wie mobil er sei und wohin er sich versetzen lassen würde, kreuzte er „weltweit“ an – und schrieb in Klammern: „aber nicht Frankfurt“.

Doch vor fünf Jahren verschlug es ihn dann doch in die Bankenmetropole: Nach 34 Berufsjahren kehrte er dem „grünen Band der Sympathie“ den Rücken und wurde Vorstand der krisengeschüttelten Frankfurter Sparkasse (Fraspa) – 2007 avancierte er zum Vize-Chef.

Von seiner ursprünglichen Frankfurtphobie bemerkte dort keiner was. „Er hat sich schnell eingelebt in Frankfurt, nicht nur bei den Kunden, sondern auch im gesellschaftlichen Bereich“, heißt es bei der Fraspa. Und Pfennig selbst schwärmt heute vom Anblick der Skyline und sagt, nun falle es ihm schwer zu gehen. Am Main bleibt er vor allem als guter Vertriebler in Erinnerung. „Er ist ein Kundenmann durch und durch“, heißt es. Das strahle auch auf seinen Umgang mit anderen Menschen ab. „Er ist einer, der auf die Mitarbeiter zugeht und sehr angenehm im persönlichen Umgang ist“, heißt es. Optimale Voraussetzungen für einen Erfolg am Rhein also.

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