Chef und Finanzchef zurückgetreten
Stühlerücken an der Benetton-Spitze

Benetton-Chef Silvano Cassano und sein Finanzchef Pier Francesco Facchini sind überraschend zurückgetreten. Benetton-Aktien reagierten mit kräftigen Verlusten auf die Rücktritte. Die Papiere kosteten zeitweise acht Prozent weniger als am Freitag.

HB MAILAND. Der Bekleidungshersteller teilte am Montag in Mailand mit, Cassano bleibe jedoch Mitglied des Führungsgremiums. Ein Nachfolger für den Chefposten werde bald bekannt gegeben. Dieser werde sich besonders auf das Wachstum in Asien und auf anderen Märkten mit einem raschen Bevölkerungswachstum konzentrieren. Cassano leitete in den vergangenen drei Jahren die Reorganisation des Konzerns. Den Rücktritt des Finanzchefs führte Benetton auf persönliche Gründe zurück.

„Die Nachricht war unerwartet“, begründete ein Händler die Kursverluste. „Der Markt versteht noch nicht, wo die Benettons hin wollen.“ Die Benetton-Familie kontrolliert den Konzern und ordnet derzeit ihre Investitionen neu. Vor wenigen Wochen gab sie bekannt, ihre Versorger- und Infrastruktur-Investitionen auszugliedern, um so große Projekte in Europa zu gewinnen.

Benetton vermeldete zudem für die ersten neun Monate des Jahres einen 6,5-prozentigen Anstieg seines Nettogewinns auf 94 Millionen Euro. Der Umsatz stieg ebenfalls um 6,5 Prozent auf 1,372 Milliarden Euro. Besonders im Mittelmeerraum, in Osteuropa, China und Indien sei der Konzern deutlich gewachsen.

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