Die Chef-Beraterin
Das leidige Jackett

Scheinbar weiß höchstens die Hälfte aller Männer, wann sie ihr Jackett schließen sollten. Nein, müssen. Dabei gibt es ein paar einfache Regeln. Wer die nicht beherrscht, sollte sich einen Job als Zirkusdirektor suchen.
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Im Grunde genommen haben es Männer wirklich nicht leicht. Nicht nur, dass sie Entscheidungen treffen müssen, Verantwortung haben. Nein, nun müssen sie sich auch noch um ihre äußere Erscheinung kümmern. Genau wie Frauen, die dieses Thema schon länger an der Backe haben.

Selbst Jeffrey A. Rosen vom Board der US-Investmentbank Lazard sagt über die entscheidenden Themen beim Weltwirtschaftsforum: „Eine der wichtigsten Fragen ist, welche Schuhe man tragen soll.“ Das mag ein Scherz gewesen sein – schließlich geht es um die Zukunft der Weltwirtschaft; aber wissen Sie: recht hat er auch.

Vor wenigen Tagen war ich auf einer Strategiekonferenz. Ohne „Smart casual“-Direktive, so was gibt es. Und nein, ich habe nicht ein einziges kurzärmeliges Hemd gesehen. Nur Männer in Anzügen mit langärmeligen Hemden.

Aber ein kleines Durcheinander gab es dennoch. Das leidige Jackett. Die eine Fraktion schließt einfach mal alle Knöpfe, die anderen konsequent den mittleren, die dritte Fraktion schließt gar nicht und lässt das Jackett gleich einfach offen. Das geht gar nicht!

Ich habe manchmal das Gefühl, dass höchstens die Hälfte aller Männer weiß, wann man ein Jackett schließen muss. Aber um das zu wissen, sollte man auch wissen, wie viele Knöpfe man schließt. (Bei einem Doppelreiher alle – somit die leichteste Übung, aber den lassen wir außen vor.)

Die erste Regel, mit der Sie ab jetzt nie mehr durcheinander kommen: Ob Ihr Jackett zwei, drei, vier, fünf oder wie viele Knöpfe auch immer, hat: Der untere Knopf bleibt auf jeden Fall offen! Nicht schließen! Böse! Wenn Sie das schon mal drauf haben, ist der Rest ein Kinderspiel.

Seite 1:

Das leidige Jackett

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Die harte Realität

Kommentare zu " Die Chef-Beraterin: Das leidige Jackett"

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  • SIE sollten Zirkusdirektorin werden. Oder Roboter entwerfen. Die können nicht selbst denken oder entscheiden.

  • Der Hosenlatz ist immer geschlossen zu halten, ob bei Cordhosen, Jeans oder Anzugshosen. Immer! Nur in zwingenden Situationen darf der Hosenlatz aus praktischen Erwaegungen heraus geoeffnet werden. Wann eine solche Situation eintritt, weiss Mann in der Regel selbst. Mein sinnfreier Beitrag zur Etikette kostet das Handelsblatt NICHTS!

  • @ Tom Schmidt

    "wenn man in seinem Bereich wirklich was drauf hat ..."

    Vollkommen richtig. Umgekehrt galt bis jetzt in meinem Arbeitsleben (inklusive der Vorgesetzten):

    Die Kollegen, die sich am meisten herausgeputzt hatten und auf solche Stil-Fragen achteten, waren auch die taubsten Nüsse und am ehesten überflüssig.

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