Die Chef-Beraterin

Das leidige Jackett

Scheinbar weiß höchstens die Hälfte aller Männer, wann sie ihr Jackett schließen sollten. Nein, müssen. Dabei gibt es ein paar einfache Regeln. Wer die nicht beherrscht, sollte sich einen Job als Zirkusdirektor suchen.
5 Kommentare
Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.
Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Im Grunde genommen haben es Männer wirklich nicht leicht. Nicht nur, dass sie Entscheidungen treffen müssen, Verantwortung haben. Nein, nun müssen sie sich auch noch um ihre äußere Erscheinung kümmern. Genau wie Frauen, die dieses Thema schon länger an der Backe haben.

Selbst Jeffrey A. Rosen vom Board der US-Investmentbank Lazard sagt über die entscheidenden Themen beim Weltwirtschaftsforum: „Eine der wichtigsten Fragen ist, welche Schuhe man tragen soll.“ Das mag ein Scherz gewesen sein – schließlich geht es um die Zukunft der Weltwirtschaft; aber wissen Sie: recht hat er auch.

Vor wenigen Tagen war ich auf einer Strategiekonferenz. Ohne „Smart casual“-Direktive, so was gibt es. Und nein, ich habe nicht ein einziges kurzärmeliges Hemd gesehen. Nur Männer in Anzügen mit langärmeligen Hemden.

Aber ein kleines Durcheinander gab es dennoch. Das leidige Jackett. Die eine Fraktion schließt einfach mal alle Knöpfe, die anderen konsequent den mittleren, die dritte Fraktion schließt gar nicht und lässt das Jackett gleich einfach offen. Das geht gar nicht!

Ich habe manchmal das Gefühl, dass höchstens die Hälfte aller Männer weiß, wann man ein Jackett schließen muss. Aber um das zu wissen, sollte man auch wissen, wie viele Knöpfe man schließt. (Bei einem Doppelreiher alle – somit die leichteste Übung, aber den lassen wir außen vor.)

Die erste Regel, mit der Sie ab jetzt nie mehr durcheinander kommen: Ob Ihr Jackett zwei, drei, vier, fünf oder wie viele Knöpfe auch immer, hat: Der untere Knopf bleibt auf jeden Fall offen! Nicht schließen! Böse! Wenn Sie das schon mal drauf haben, ist der Rest ein Kinderspiel.

Die harte Realität
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5 Kommentare zu "Die Chef-Beraterin: Das leidige Jackett"

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  • SIE sollten Zirkusdirektorin werden. Oder Roboter entwerfen. Die können nicht selbst denken oder entscheiden.

  • Der Hosenlatz ist immer geschlossen zu halten, ob bei Cordhosen, Jeans oder Anzugshosen. Immer! Nur in zwingenden Situationen darf der Hosenlatz aus praktischen Erwaegungen heraus geoeffnet werden. Wann eine solche Situation eintritt, weiss Mann in der Regel selbst. Mein sinnfreier Beitrag zur Etikette kostet das Handelsblatt NICHTS!

  • @ Tom Schmidt

    "wenn man in seinem Bereich wirklich was drauf hat ..."

    Vollkommen richtig. Umgekehrt galt bis jetzt in meinem Arbeitsleben (inklusive der Vorgesetzten):

    Die Kollegen, die sich am meisten herausgeputzt hatten und auf solche Stil-Fragen achteten, waren auch die taubsten Nüsse und am ehesten überflüssig.

  • Meine Fresse, der Text ist an Banalität kaum zu überbieten. Sorry.

    Falls das witzig sein sollte - der humouristische Anteil liegt irgendwo beim Gesundheitswert bestimmter Darmjoghurts. Ich empfehle der Autorin sich mit der Stilkomponente Witz auseinanderzusetzen. Da gibt es schon das Eine oder Andere, wie man einen Witz aufbaut, präsentiert und letztlich beim Gegenüber das Lächeln auf die Lippen zaubert. Platitüden und Kurzsätze aneinander zu häufen sind nicht witzig.

    Bitte liebes HB - mehr Qualität! Und letztlich gilt ohnehin das, was einer der Vorredner geschrieben hat: wer mag kann sein Jacket auch gerne offen lassen. Da geht die Welt nicht von unter, ein Vulkan wird nicht ausbrechen und die Sonne nicht verlöschen. Vlt wird der eine oder andere MitbürgerIn sich den Mund zerreissen - aber machen wir uns nichts vor: das erfährt man ohnehin selten. Die meisten haben weder Mut noch Anlaß, das Thema ernsthaft zu artikulieren. Es sei denn Man(n) ist Mitglied einer militärischen Einheit - aber dort wiederum ist das Tragen einer Paradeunform i.d.R. gut geregelt.

  • Uns wurden die großen Potentiale für die Wirtschaft versprochen, wenn wir es schaffen Frauen besser in die Berufswelt zu integrieren (inklusive Top-Positionen). Jetzt sehen wir diese neuen Potentiale.

    Welche Manager geben für diese Art der Beratung (Firmen-)Gelder aus? Sind wir dann noch auf dem richtigen Weg? Vielleicht kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen... sich beide sparen.

    Ach ja.. noch was zu den Hemden. Ein Vertreter Deutschlands hat mal auf einer transatlantischen Konferenz erzählt, dass besonders wenn Amerikaner mit dabei sind, immer die Germanen auffallen, die farbige Hemden tragen...

    Auch wenn es die Stilberater nicht gut heissen werden... seitdem mach ich das (auch) immer so! :-)

    Und noch was: wenn man in seinem Bereich wirklich was drauf hat und etwas geleistet hat... dann kann man auch mit Sonnenbrille und Badehose aufs Podium gehen, hab ich auch von nem Ami gelernt! :-) (ok, jetzt gibt es wieder viele, die das machen werden, ohne was drauf zu haben...)

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