Die Chef-Beraterin
Das Louis-Vuitton-Hermès-Prinzip

Tragetaschen von Luxusmarken wie Louis Vuitton und Hermès werden auf Online-Marktplätzen gehandelt. Wohl gemerkt: Ohne Inhalt. Warum sich jeder im Berufsleben ein Beispiel an den Designerlabels nehmen sollte.
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Es gibt Tüten, die werden ohne jeglichen Inhalt bei Ebay gehandelt. Und ich spreche hier nicht von einem Beutel, den vielleicht Madonna in den Müll geschmissen oder David Beckham berührt hat. Ich spreche von Louis-Vuitton-Tüten. Leere Tragetaschen des Luxuslabels werden auf dem Online-Marktplatz angeboten und verkauft. Das muss man sich vorstellen. Alles ist machbar. Ich denke, wenn man so weit ist, hat man es geschafft. Erst mal.

Was diese Tatsache mit dem Honorar eines Beraters zutun hat? Sehr viel. Man kann davon lernen. Louis Vuitton ist eine Luxusmarke, und auch Luxusmarken müssen um jeden Kunden kämpfen. Auch um Anerkennung. Etwas Demut könnte auch nicht schaden.

Aber gute Adressen sind halt teuer. Königsallee in Düsseldorf, Goethestraße in Frankfurt, Züricher Bahnhofstraße, in München die Maximilianstraße, der Wiener Graben und so weiter…. Dennoch. Es gibt einen Unterschied, oder nennen wir es einen sehr, sehr klugen Plan?

Eine Verkäuferin bei Louis Vuitton sagte auf die Frage einer Kundin: „Natürlich haben wir keinen Sale! Es ist ja wohl mehr als ungerecht, wenn wir heute eine Tasche an eine Kundin verkaufen und diese dann mitbekommt, dass sie diese Tasche, auf die sie vielleicht Monate gespart hat, vier Monate später 30 Prozent billiger bekommen könnte. Das können wir unseren Kunden nicht zumuten!“

Ich finde das wunderbar. Und genau da kommen wir zu Ihnen. Natürlich sind Sie keine Designermarke. Aber Sie sollten dieses Prinzip verinnerlichen. Wenn eine Arbeit einen Wert hat, dann doch eigentlich immer und auch für alle. Was dem einen angeboten wird, muss dem anderen genauso in der gleichen Qualität bereitstehen.

Wie halten Sie es selbst mit Ihrer Gehaltsverhandlung? Oder umgekehrt, als Kunde beziehungsweise Auftraggeber: Wie kommt es bei Ihnen an, wenn Sie einen Berater oder einen Coach für Ihr Unternehmen engagieren wollen und nach dem Honorar fragen? Was denken Sie, wenn Sie den Satz hören: „Hm. Tja. Es kommt ganz darauf an...“

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