Die Chef-Beraterin
Erholung pur für das Auge

Jeder einzelne ist immer gut angezogen? Die Vespa ist verdreckt, aber der Anzug sitzt wie angegossen? Überall Erholung pur für das Auge? Deutsche Männer könnten sich von den Italienern einiges abgucken. Sollten sie auch.
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Ich liebe Italien. Gerade um die Osterzeit. Nein. Eigentlich immer. Und Italien muss nicht unbedingt Mailand sein. Italien halt. Italien ist für mich und mein Auge Erholung pur. Ich bin dort quasi nur von Schönheit umgeben.

Ich weiß nicht, welcher der Männer an den Nachbartischen im Café heute noch den Vorstandsposten bei Fiat übernehmen wird – ich weiß nur: Jeder einzelne ist gut genug angezogen dafür. Es ist wirklich irre. Ein Italiener fährt vielleicht eine verdreckte Vespa, aber der Anzug sitzt immer wie angegossen.

Mittagszeit vor einem grauen Bürogebäude: Da sitzen sie auf einer Bank, Sandwiches (Entschuldigung – wahrscheinlich Tramezzini mit Parmaschinken) in den Händen. Diese Männer sehen in ihrer Mittagspause aus, als posierten sie gerade für ein Hochglanzmagazin. Gutsitzende Anzüge oder lässige Kombinationen, blütenweiße Hemden (niemals mit Brusttasche oder gar kurzärmelig), mit oder ohne Krawatte, die Schuhe sind blitzeblank und haben oft farbige Schnürsenkel.

Und die Frauen erst. Ich weiß nicht, in welchem Alter die Italienerinnen anfangen, das Laufen auf Stelzen zu trainieren. Ich weiß nur: Nun schweben sie anmutigst um mich herum, auf Highheels, die wir hier vielleicht zum ersten Date noch tragen, wenn wir Eindruck schinden wollen. Und sie sehen dabei so unaufgeregt gepflegt aus, geschminkt, frisiert, geschmückt und vor allem einfach nur wunderbar angezogen.

Anmut, Schönheit, vollendeter Stil, soweit das Auge reicht. Nein. Nicht ganz. Um mich davor zu bewahren, dass ich mich allzu sehr abhebe gegen all die Perfektion, hat jemand einige Touristen und Touristinnen in die Szenerie gestreut.

Kommentare zu " Die Chef-Beraterin: Erholung pur für das Auge"

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  • Es ist ja schön, dass die Verfasserin der Worte dieses Artikels auf Italiener steht. Aber, dass sie uns gleichzeitig mit der Oberflächlichkeit ihrer Barbipuppen (Ken)-Mentalität belästigen muss, ist eigentlich für eine Handelsblatt zu schade. Wen interessiert es, dass sie bei Männern den Anzug präferiert und Frauen deshalb bewundert, weil sie auf Stelzen laufen können?

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