Die Chef-Beraterin
Perfekt. Zu perfekt.

Manager am Flughafen sind nicht immer ein toller Anblick. Im Gegenteil zu George Clooney im Spielfilm „Up in the Air“. Perfekt. Zu perfekt. Geht gar nicht! Oder vielleicht doch noch?
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Nach meiner Kolumne „Nicht stilvoll, aber mit Charakter entlassen“ schrieb jemand, ich solle mir „Up in the Air“ mit George Clooney ansehen. Das lohne sich unter dem Aspekt „Stil“ dann gleich doppelt. Ich habe mir den Trailer angesehen, und war gleich von der ersten Szene geflasht. Minute 0:20 – George Clooney am Check-in. Perfekt. Zu perfekt.

Dass der Mann gut aussieht, keine Frage. Aber sonst? Was für ein unrealistischer Film! Kinder, das gibt's doch gar nicht. Direkt utopisch! Sorry, aber war der Regisseur jemals morgens an einem Flughafen? Oder unterscheiden sich Flughäfen in Deutschland grundlegend von denen anderswo in der Welt?
Nehmen Sie Frankfurt, Berlin, Hamburg oder München. Ein makellos gekleideter Top-Manager, der früh morgens mit einer unverschämten Lässigkeit zu einem Termin fliegt? Total weltfremd. Haben die Macher dieses Films jemals auch nur annähernd in Betracht gezogen, dass ein Spitzenmanager Wichtigeres zu tun hat, als sich Gedanken darüber zu machen, was er anzieht und wie er es trägt? Morgens perfekt gekleidet mit einem gut gebügelten, blütenweißen Hemd, gut sitzender Krawatte, perfektem Krawattenknoten, geputzten Schuhen, erstklassigem Anzug ans Gate?
Diese Filmleute wissen doch gar nix. Gar nix wissen die! Und dann soll der Top-Manager auch noch unaufgeregt, geradezu weltmännisch wirken? Ein Manager, der weiß, wie gut man in einem Anzug aussehen kann? Wirklichkeitsfremd. Hart arbeitende Top-Manager ticken anders. Eitelkeit und Kompetenz im Leben eines Top-Managers? Ich bitte Sie! Wo kommen wir denn da hin!

Kommentare zu " Die Chef-Beraterin: Perfekt. Zu perfekt."

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  • Verehrte Frau "Chef-Beraterin" Wachtel,

    In Ihrem Beitrag wiederholen Sie Ihre Meinung, dass (deutsche) Manager nicht verstehen sich zu kleiden, immer und immer wieder. Ist es wirklich so schwer, jedoch Woche einen Beitrag mit Inhalt zu füllen?
    Zum guten Stil gehört meines Erachtens auch, beim benutzen der deutschen Sprache nicht mit Anglizismen um sich zu werfen. Obwohl selbst Deutsch-Amerikaner, verstehe ich beim besten Willen nicht, was Sie mit "gleich von der ersten Szene geflasht" gewesen zu sein, sagen wollen! Das englische Verb "to flash" bedeutet soviel wie blitzen, aufblitzen, funkeln. Also waren Sie von der ersten Szene an geblitzt oder gefunkelt? Ist Ihr Deutsch so schlecht, dass Ihnen nur passende englische Worte einfallen, um sich präzise auszudrücken?
    Als jemand, der in seinen Kolumnen andere auf's Korn nimmt, hoffe ich, Sie werden mir diese kleine Kritik nicht verübeln. Um mit einem englischen Sprichwort zu schließen: What goes around comes around!

    Einen schönen Tag noch!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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