Die Chef-Beraterin
So wird die Weihnachtsrede garantiert zum Desaster

Langsam startet die Saison der Weihnachtsfeiern. Für den Chef ist das die große Gelegenheit mal richtig zu zeigen, was er auf dem Kasten hat. Dummerweise steht er dabei meist da wie ein Idiot. Das geht gar nicht!
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Es ist November. Und jetzt haben alle, wirklich alle, die ein Team leiten, motivieren, loben und anspornen möchten, ihre große Chance. Was geht jetzt los? Genau. Weihnachtsfeiern. Was macht da der Chef? Genau. Er hält eine Rede. Die Gelegenheit mal richtig zu zeigen, was er auf dem Kasten hat. Gleich mal eine Marke setzen, wo es nächstes Jahr hingehen soll.

Meint man. Was aber tatsächlich passiert ist meist die langatmige Aufbereitung von hundertmal gehörtem. Belanglosigkeiten ohnehin, in die Länge gezogen mangels Einfallsreichtum. Das geneigte Publikum schielt aufs Buffet. Tippt auf dem Handy rum. Wünscht sich die Couch.

Und wie immer hat der Chef sich nicht groß vorbereitet. Warum auch? Da braucht es ja keine größeren Inhalte, ein paar freundliche Worte, da hängt ja nicht der Börsenkurs dran an dieser Performance. Und dann passiert dem Chef aber doch wieder dasselbe wie letztes Jahr: Er steht da, fühlt sich wie ein Idiot – und hört sich offen gestanden auch an, wie ein Idiot. Noch schlimmer: Er merkt, niemand hört zu – er selbst würde sich auch nicht zuhören. Das geht gar nicht!

Alle, die von sich glauben, eine brillante, geistreiche, unterhaltsame Rede mal eben aus dem Ärmel schütteln zu können, haben doch eigentlich das ganze Jahr Gelegenheit sich anzuschauen, auf wie viele Arten ein solches Unterfangen in die Hose gehen kann.

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Bei Industrielyrik hört niemand zu

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