Die Chef-Beraterin
Vorsicht Gabentisch!

Weihnachtsgeschenke für Kollegen und Vorgesetzte bergen gewisse Risiken. Verzichten Sie etwa auf Boxer-Shorts mit Glow-in-the-dark-Nikoläusen! Ich verrate Ihnen, mit welchen Präsenten Sie wenigstens nichts falsch machen.
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Das kennen wir doch alle…: Sie haben mit der Familie mal wieder ausgemacht, dass Sie sich dieses Jahr aber ganz bestimmt nichts schenken, ganz sicher, nur die Kinder, untereinander gar nichts, Ehrenwort. Und dann kramt Tante Käthe doch wieder in ihrer Tasche, na ja, ist aber doch wirklich nur eine Kleinigkeit. Und doch sieht man ihr die Enttäuschung an, dass sie so gar nichts bekommen hat.

Was im trauten Familienkreis für schlechte Stimmung bei Tante Käthe sorgt, kann im Business schnell zum echten Politikum werden. Macht der Chef zu Weihnachten Geschenke, gilt: Alle oder keiner; bis dahin ist die Sache einfach. Aber sonst?

Wem schenkt man überhaupt etwas, und wenn man etwas schenkt, dann was? Und wenn Sie Kollegen Meier ein Präsent überreichen, muss dann Kollegin Müller auch eines bekommen? Wie viel geben Sie für ein Geschenk aus, und soll man dem Geschenk den Preis ansehen? Von wem ist mit einer „Überraschung“ zu rechnen, und wird der Schenkende ebenfalls ein Geschenk erwarten? Keine Sorge: Es gibt zwar unzählige Fettnäpfchen, aber es gibt auch auf all diese Fragen Antworten. Die Chef-Beraterin weiß Bescheid. Kommen wir also zum Teil 2 der Weihnachtsvorbereitung. Ich hoffe Teil 1 (von letzter Woche) liegt ausgedruckt zuhause…

Zunächst einmal: Der richtige Zeitpunkt kann Ihnen einen wertvollen Vorteil verschaffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob allgemeines Beschenken angesagt ist oder nicht, legen Sie einfach schon in der Vorweihnachtszeit los (und das langt dann auch). Es muss nicht unbedingt Selbstgebackenes sein. Achten Sie nur darauf, dass Sie sich nicht zum Kauf von Boxer-Shorts mit Glow-in-the-dark-Nikoläusen hinreißen lassen. Ich empfehle einen schönen Adventskalender – hier nicht kleckern, sondern klotzen.
Kaufen Sie Ihren Mitarbeitern keine Tasse! Bitte keine Tasse! Tassen sind extrem sensibel. Die wollen nicht zu jedem.
Bei der Auswahl des passenden Geschenks lassen Sie bitte besser etwas Understatement walten. Fällt das Geschenk zu groß aus, wird man Ihnen Hintergedanken unterstellen. Im besten Fall, dass Sie auf ein entsprechendes Gegengeschenk hoffen (in Form von Mehrarbeit)! Im schlimmsten Fall ist die Skala nach unten offen.

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