Die Chef-Beraterin
Warum das Deko-Verbot im Büro her muss

Von Vereinstassen über Nippes-Figürchen bis hin zum Bonsai-Baum: Viele Büros sind Folterkammern des schlechten Geschmacks. Das kann nur eine Konsequenz haben: Ein generelles Deko-Verbot muss her.
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Grundsätzlich ist Freiheit wichtig, das ist klar. Ich weiß natürlich, dass Mitarbeiter ihre Produktivität erst entfalten, wenn ihnen kreativer Spielraum gelassen wird. Verbote und Befehle bringen da nix. Aber in der einen oder anderen Angelegenheit würde ich mir doch mal eine klare Ansage wünschen. Denn wo die Vernunft nicht greift, da kann ein Verbot den guten Stil retten.

Ich bin zum Beispiel für ein Deko-Verbot im Büro. Natürlich ist es ganz und gar hinreißend, was die lieben Kleinen so alles zu Weihnachten basteln. Und die süße Wutz auf dem Kleeblatt, die die nette Nachbarin letztes Jahr (letztes!!! Jahr) an Neujahr auf die Fußmatte gelegt hat – das ist wirklich ein ganz reizender Gruß. Dass der Kollege aus dem Einkauf Jaguar fährt, ist natürlich ein interessanter Fakt, und auf den kann (kann!!) man mit einer Kühlerfigur auf dem Schreibtisch hinweisen.

Mit Sicherheit hat jeder Bullshit-Button, jede Vereinstasse, jedes Nippes-Figürchen, Kätzchen und Mäuschen seine ganz, ganz wichtige persönliche Geschichte. Der eine sammelt Muscheln, der andere Bonsai-Bäume, manch entspannt mit dem Miniatur-Zen-Garten, der nächste knäult Papier (heutzutage ansonsten ja weitestgehend überflüssig), um es in einen Korb zu werfen und jeden Treffer frenetisch zu bejubeln. So ist es halt, die Geschmäcker sind verschieden. Nur leider, leider wird so manches Büro zu einer Folterkammer, in der wir von allen Seiten mit dem schlechten Geschmack der anderen gequält werden.

Das geht gar nicht. Kann da nicht bitte mal jemand beherzt eingreifen und das zur Chefsache erklären?

Status Quo: Ich muss das Kaninchenposter meiner Kollegin ertragen, auch wenn es die Grenze zum Kitsch bei Weitem überschritten hat. Kann ich mich darüber bei meinem Chef beschweren? Nur wenn es unerträglich wird, habe ich gelesen. Da ist natürlich Interpretations-Spielraum gegeben. Unerträglich heißt für mich: Mehrere Hunde auf einem Poster. Oder ein Hündchen mit rosa Schleifchen. Kaninchen auf Wiese. Monatskalender mit Katzenbabys. Gut, ich bin da vielleicht ein bisschen empfindlich, aber wo (bitte schön) sollen wir denn die Grenze ziehen?

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Klare Linie, klarer Kopf

Kommentare zu " Die Chef-Beraterin: Warum das Deko-Verbot im Büro her muss"

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  • Deine Probleme möchte ich haben, als nächtes kommen die Verkehrsmittel , mir gefällt auch deine Autofarbe nicht. Und sicher gefällt dir deine Strasse und deine Stadt nicht , ich würd einfach in eine menschenleere Gegend auswandern und Niemand einladen

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