Chefdesigner Lothar Reiff
Der Mann, der Boss die Frauen bringt

Die Nervosität kann Lothar Reiff nicht übertünchen. Er selbst legt Hand an, läuft aufgekratzt in seinem weit aufgeknöpften weißen Hemd unter dem wie immer dunklen Anzug zwischen Mannequins umher, begleitet die Anproben, überprüft die Musik, ruft seinen Leuten, mal auf Englisch, mal auf Deutsch, kurze Anweisungen zu.

HB BERLIN. Es soll ein großer Abend werden. Für ihn und seinen Arbeitgeber Hugo Boss, dessen Kreativchef der hoch gewachsene, schlanke Mann mit der runden Brille ist. Reiff will mit aufwendigen Shows in der Berliner Oper seine neuen Entwürfe zeigen und – als Höhepunkt – die neue Damenmarke Boss Orange vorstellen.

Später am Abend wird der 51-Jährige, sonst ruhig und introvertiert, auf dem Laufsteg die Ovationen der rund tausend Gäste entgegennehmen und sich stolz verneigen vor so prominenten Gästen wie der Schauspielerin Cate Blanchett, dem Rennfahrer Mika Häkkinen oder den Klitschko-Brüdern.

Der vergangene Freitag könnte ein wichtiger Tag in der Geschichte von Hugo Boss gewesen sein. Denn seit dem Sommer 2000 versuchen die Metzinger ins Geschäft mit der Damenmode zu kommen. Nach der erfolglosen Startphase, die dem Konzern Anlaufverluste von mehr als 50 Millionen Euro brachte, hat die Sparte vergangenes Jahr erstmals eine schwarze Null geschrieben.

Wenn das Unternehmen am heutigen Donnerstag seine Halbjahreszahlen bekannt gibt, soll die Damenmode als Cash-Cow glänzen, mit der neuen Marke Boss Orange Woman könnte der ganz große Durchbruch gelingen.

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