Chris Patterson folgt Rainer Schmückle bei der Daimler-LKW-Tochter
Kanadier führt Freightliner

Die Nachfolge wurde schnell per Beförderung geregelt: Chris Patterson, 50, folgt Rainer Schmückle, 45, ab Mitte April auf dem Chefsessel der Daimler-Tochter Freightliner. Schmückle wurde am Wochenende in die Konzernzentrale nach Stuttgart berufen, um Eckhard Cordes bei der Sanierung der PKW-Sparte Mercedes Car Group zur Seite zu stehen.

HB DÜSSELDORF. Patterson gehört bisher zur zweiten Reihe, die mit Schmückle eng zusammenarbeitet. Der gebürtige Kanadier ist für Service, Ersatzteile und für eine profitable Freightliner-Tochter zuständig, die Chassis für Schulbusse baut.

Das LKW-Geschäft kennt er wie seine Westentasche. Direkt nach seinem Studienabschluss wechselt er zur kanadischen Dependance des US-Truckproduzenten Kenworth. 14 Jahre lang dient er sich in verschiedenen Funktionen bis in die Spitze der Gesellschaft hoch, bis er 1992 den Chefposten von Kenworth Canada einnimmt. 1996 wechselt er zum ersten Mal über die Grenze zum Freightliner-Konzern nach Portland, um dort das Marketing und den Verkauf auf Vordermann zu bringen. Dort hält es ihn nicht lange: 1997 übernimmt er den Vertrieb des schwedischen LKW-Herstellers Volvo in Nordamerika.

Patterson kommt 2002 zu Freightliner zurück. Schmückle ist gerade aktuell dabei, das von Eckhard Cordes initiierte Sanierungsprogramm umzusetzen. Die Freightliner-Probleme sind keine isolierte Firmenkrise. Der Gesamtmarkt für LKWs ist zuvor nach einem Rekordboom eingebrochen.

Durch radikale Schnitte hilft Patterson mit, Freightliner zurück auf die Erfolgsstraße zu bringen. Heute ist das einst verlustreiche Geschäft mit Bussen und Schwerlastern profitabler als die Autosparte. Konzernchef Jürgen Schrempp wird nicht müde, Freightliner als Beispiel für einen gelungenen Turn-around zu feiern. Dass dieser auch nachhaltig bleibt, ist wohl die größte Herausforderung des Neuen an der Spitze der Daimler-Tochter, Chris Patterson.

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