Christoph Gottschalk
Erfolgsmanager im Schatten des Bruders

Sein Bruder Thomas hat mit neuer Sendung miese Quoten. Christoph Gottschalk hingegen ist als Medienmanager erfolgreich. Seine Strategie ist aber riskant.
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MünchenIhre Stimmen sind sich sehr ähnlich. Wenn Christoph Gottschalk spricht, laut, vereinnahmend, raumfüllend, dann könnte man meinen, es sei sein Bruder, der Moderator Thomas Gottschalk. Doch in ihrer Art und Profession sind die beiden grundverschieden. Thomas, der Ältere, ist der lustige Moderator und Entertainer, Christoph dagegen der stille, bisweilen kühle Geschäftsmann.

Und während Ersterer auf der öffentlichen Bühne gerade ein Debakel erlebt und sein Sender, die ARD, um ein neues Konzept für „Gottschalk live“ ringt, macht der studierte Jurist und Medienmanager Christoph Gottschalk im Hintergrund seine Geschäfte.

Der 58-Jährige ist ein Händler, ein Verkäufer – auch wenn er die Berufsbezeichnungen nicht gerne hört. Selbst nennt er sich Medienbroker – Vermittler zwischen Medien, werbetreibenden Unternehmen und Prominenten. Sein Einfluss ist nicht gering: Als Geschäftsführer der „Dolce Media“ verhandelt er mit Topmanagern des Landes, mit Verlagshäusern und Schauspielern, Sportlern und Moderatoren.

Er war es, der im Jahr 1992 die Sendung „RTL Late Night Show“ entwickelte und dem Sender das Konzept verkaufte. Er verschaffte Verona Feldbusch Anfang des Jahrtausends einen Werbevertrag mit Langnese-Iglo. Und er fädelte 1991 die bis heute gültige Kooperation zwischen seinem Bruder und dem Süßwarenkonzern Haribo ein.

Ein ehrgeiziger Geschäftsmann ist er, kein Entertainer. „Wenn ich mit Partnern rede, soll eine Gewinnchance dabei sein“, erklärt er. Umsatz- oder gar Gewinnzahlen gibt er nicht bekannt. Laut Bundesanzeiger erwirtschaftete „Dolce Media“ im Jahr 2009 einen Gewinn von rund 1,6 Millionen Euro.

Die große Bühne und die Kameras meidet der jüngere Gottschalk. Ausnahmen bestätigen diese Regel: Seit dem Werbespot für die Deutsche Post, den er im Jahr 2000 mit seinem Bruder aufnahm, ist auch sein Gesicht bekannt.

Sein Erfolg beruht auf seinem guten Netzwerk. „Er ist unkompliziert, und er hat eine sympathische Art, mit Vorstandschefs, Regisseuren und Moderatoren umzugehen“, sagt Frank Dopheide, ehemaliger Werber und heute Berater von Topmanagern.

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„Gottschalk in der rechtlichen Grauzone“

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