Christoph Mura
Stuttgarter Börsenvize wirft das Handtuch

Angeblich geht er in gegenseitigem Einvernehmen und will sich neuen Aufgaben widmen -doch die wolkigen Formulierungen dürften mit der Wahrheit kaum etwas gemein haben: Andreas Willius, zweiter Vorstand der Stuttgarter Börse, wird das Unternehmen verlassen.

HB STUTTGART. Der 52-jährige Willius war Anfang 2002 in den Vorstand berufen worden und führte die Stuttgarter Börse knapp zwei Jahre lang allein. Im März ihm jedoch der Unternehmensberater Christoph Mura vor die Nase gesetzt worden. Die zweitgrößte deutsche Börse nach Frankfurt teilte am Donnerstag mit, Willius verlasse den Vorstand Ende des Monats. Aufsichtsratschef Horst Marschall kommentierte Willius' Abgang mit den Worten, mit Mura sei die Börse gut gerüstet.

Seit Muras Amtsantritt musste sich der studierte Volkswirt Willius auf die Verwaltung sowie die strategische Markt- und Produktentwicklung beschränken. Der 47 Jahre alte Mura betreut die Konzern-Koordination und Unternehmensentwicklung sowie die Informationstechnologie und den neuen Bereich Marktsteuerung.

Unter Willius' Führung hatte die Stuttgarter Börse 2005 eine lebhafte Handelsnachfrage verzeichnet und fast so viele Aufträge wie im Boomjahr 2000 abgewickelt. Der Marktanteil des vor allem auf Privatanleger fokussierten Wertpapier-Handelsplatzes stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.

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